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Obituary: Darkest Day

Kein Nostalgiebonus mehr
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 52:39
Release: 15.06.2009
Label: Candlelight Records

Obituary sind seit jeher ein Synonym für Death Metal der ganz alten Schule. Neue, moderne Einflüsse, Annäherungen an andere Genres und manchmal gar Texte sucht man hier vergeblich. Obituary sind Urgesteine des amerikanischen Todesmetalls und spielen diesen Sound noch genauso, als wäre es noch Anfang der 90er. „Darkest Day“ ist die dritte Veröffentlichung seit dem Comeback „Frozen In Time“ (2005) und führt selbstverständlich dieselbe Marschroute fort, welche die Band seit ihren Kultalben „Slowly We Rot“, „The End Complete“ und „Cause Of Death“ auszeichnet.

Warum stellt sich der geneigte Death Metal-Head also „Darkest Day“ in den Schrank? Nun, Obituary sind mit hörbarem Enthusiasmus bei der Sache und man nimmt ihnen zu jeder Zeit ab, dass sie zu 100% hinter dieser Musik stehen. Weiterentwicklung ist für sie offensichtlich nicht nötig, vielmehr das stetige Verbessern der eigenen Möglichkeiten. Das kann man sehen, wie man will. Konsequent sind sie aber auf jeden Fall, die Jungs aus Florida. Der Opener „List Of Dead“ walzt daher direkt und mit solcher Vehemenz über uns hinweg, dass als Vergleich lediglich Bolt Thrower herhalten können.

Für die neue (junge) Generation sind Obituary wohl nicht schnell und „extrem“ genug, wer jedoch den Wert von Riffs mit der Macht einer Planierraupe zu schätzen weiß, wird sich auch am Rest des Albums erfreuen können. „Blood To Give“ spielt vor allem aufgrund der Soli ganz weit vorne mit, der Titeltrack kriecht düster-bedrohlich aus den Boxen und „Fields Of Pain“ ist für „Obi“-Verhältnisse geradezu wahnwitzig schnell ausgefallen. Dazu gesellen sich die üblichen Midtempo-Songstrukturen, das keifende Organ von John Tardy, eine angenehm raue Produktion und die häufig zu hörenden Einflüsse von alten Slayer oder Posessed.

Das kommt einem doch verdächtig bekannt vor, nicht wahr? Richtig, das Quintett aus Tampa, Florida bleibt auch mit „Darkest Day“ unverwechselbar. Das muss aber nicht immer etwas Positives bedeuten, denn allzu oft fragt man sich, ob man der gerade laufenden Song nicht schon einmal auf einer älteren Platte gehört hat. Das Bezeichnende ist: Ja, irgendwie hat man das tatsächlich! Häufig muss man sogar nicht in der Vergangenheit, sondern nur auf die Tracklist von „Darkest Day“ schauen, um einen ähnlich klingenden Song zu entdecken. Positiv ausgedrückt kann man Obituary eine gelassene Routine attestieren, die dafür sorgt, dass man sie aus zig anderen Bands sofort heraushört. Negativ ausgedrückt kann man ihnen schlicht und ergreifend Stagnation vorwerfen.

Es ist nun einmal so, dass auch der Legenden-Bonus (Hand aufs Herz: Wer ist den alten Helden gegenüber immer komplett objektiv?) irgendwann einfach mal aufgebraucht ist. Obituary sind kurz davor! Denn auch wenn „Darkest Day“ nüchtern betrachtet ein annehmbares Old School Death Metal-Album mit vier wirklich guten Songs ist, wirft es doch eine Frage auf: Warum sollte man sich gerade dieses Album in den Plattenschrank stellen, wenn man schon einen der Vorgänger besitzt? Von den Klassikern ganz zu schweigen. Ein klarer Fall von „Nur für Die Hard-Fans“, denn als Debüt einer unbekannten Truppe würde „Darkest Day“ gnadenlos untergehen.

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