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Nydvind: Sworn To The Elders

Gelungene Atmosphäre mit ruhigem Grundton
Wertung: 7/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 52:00
Release: 29.01.2010
Label: Trollzorn / SMP Records

"Sworn To The Elders": Ein Album, auf dessen Veröffentlichung man Jahre lang warten musste. Aber auch ein Album, das nach einer Wartezeit von fünf Jahren noch nicht eingestaubt ist und dessen Veröffentlichung sich heute mehr lohnt denn je. Denn als zweites Album der französischen Band Nydvind wurde es bereits 2005 in belgischen Studios aufgenommen. Durch Schwierigkeiten mit einigen Labels wurde aus der Veröffentlichung dann aber erst einmal nichts, bis Nydvind im letzten Jahr bei Trollzorn unterkam und seitdem die Welt wieder mit heidnischen Klängen bereichern darf.

Insziniert werden bei Nydvind die meisten Stücke von Sänger Richard Loudin, der zusammen mit Bassist Oliver Sans alias Nesh auch bei der Band Bran Barr unter dem Namen Yoltar aktiv ist. Ein weiteres Bandmitglied ist Kelen an der Gitarre und Eric Tabourier, Originaldrummer von Nydvind, der nach einer kurzen Unterbrechung 2008 wieder bei der Band eingestiegen ist und seitdem konsequent die Drums verwaltet. Bei den Aufnahmen 2005 waren aber diese beiden noch nicht (wieder) dabei. Auf dem Album sind daher noch JuanJo Esquivel (heute Aes Dana) an den Drumsticks und Loïc Curtete (heute Bran Barr und Heol Telwen) an der E-Gitarre zu hören.

Der Pagan Metal von Nydvind ist sehr naturverbunden, was schon beim atmosphärischen Intro deutlich wird: Eine Mischung aus klaren, ruhigen Tönen, die mit Rabengekrächze und Feuerprasseln, sowie Klängen aus einem Horn verwoben sind.

Auch sehr schön sind Titel wie "Gates To A Distant Past" oder "To Enter The Realm Of The Ravenlord", die erfreulicherweise nicht nach lächerlich überzogen heroischer Selbstdarstellung klingen, sondern zur Abwechslung mal nach kreativen Songs, die vergangene Geschichten wieder aufleben lassen und in die Tiefe gehen.

Das gelingt Nydvind gut: Da es aber nicht nur um Naturphänomene, sondern auch um heldenhafte Krieger geht, besteht das Album nicht ausschließlich aus instrumentalen Naturgeräuschen wie es bei dem Intro den Anschein macht. Im Laufe des Albums wechseln Nydvind von anmutiger Atmosphäre zu harten Pagan-Klängen. Choraler Gesang mit akustischen Folkmelodien und stetigem Rhythmus, dann wieder fieses Keifen vor fixem Riffing und mit donnernden Drums: All das ist auf "Sworn To The Elders" vertreten und so passend verknüpft und in sich verwoben, dass die Übergänge fließend sind und der Hörspaß garantiert ist.

Im Ganzen wirkt die Platte nicht zuletzt durch den tiefen Männergesang hauptsächlich sehr dunkel und schwer. Die Melodien klingen sehr nordisch, ursprünglich und zudem eingängig. Durch die ausgestrahlte Ruhe sind sie darüber hinaus gut nachvollziehbar und sorgen dafür, dass man sich während des Hörens schnell in dem Album verliert. Dies wird besonders deutlich bei den atmosphärischen Soli wie in dem Lied "Sworn To The Elders". Sie verleihen dem Album einen ehrbaren und gleichzeitig entspannenden Charakter.

Ein Kritikpunkt der Platte ist jedoch, dass die Lieder so gut aufeinander abgestimmt sind, dass sie zeitwiese wie eine ununterbrochene Linie wirken. So kommt es, dass kein Titel wirklich hervorsticht und echte Akzente setzt. "Sworn To The Elders" plätschert in sich perfekt geschlossen dahin, indem es sich immer nah an seiner Mittellinie entlang hangelt. Trotz der zeitweise härteren Klänge, darf man also ausgelassene wilde Pagan-Action, die zum stundenlangen Moshen einlädt, nicht erwarten, dafür aber viel monumentale Atmosphäre mit weitschweifenden Gedanken.

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