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Novalis Deux: Ghosts Over Europe

Ein gutes, wenn auch recht eintöniges drittes Album
Wertung: 6.5/10
Genre: Gothic Folk
Spielzeit: 42:10
Release: 04.07.2008
Label: Ars Musica Diffundere

Mit dem neuen Album kommen ein neuer, erweiterter Name und frisches Blut: Das sächsische Gothic-Folk Projekt Novalis heißt nun Novalis Deux, besteht aus sechs statt früher drei Mitgliedern, welche die Band um Violine, eine weitere Gitarre und ein Klavier bereichern, und legt mit „Ghosts Over Europe“ das dritte Album vor.

Bevor beim ersten Track „Put On Your Shoes“ der Einsatz der Gitarren den Anfang eines ruhigen, vor sich hin laufenden Folkalbums einläutet, meldet sich einige Sekunden lang ein Presslufthammer zu Wort – ein Intro, dessen Sinn sich dem Hörer nicht erschließen will; es ist im weiteren Verlauf des Songs auch relativ irrelevant, da es nur sporadisch aufgegriffen wird. So ist „Put On Your Shoes“ eine Ballade, deren durch Klavier sowie Schlagzeug unterstütztes Gitarren-Hauptriff zwar eingängig ist, aber kaum Veränderungen erfährt, was den Song ein wenig eintönig macht und sich im schlimmsten Fall einschläfernd auf den Hörer auswirkt.

Die angesprochene mangelnde Abwechslung im Riffing ist eine Schwäche, die sich durch das Album zieht. So zeigt sich diese auch zum Beispiel beim Track „Sleeping Violin“, in welchem, wie der Titel schon andeutet, die Violine im Vordergrund steht, was allerdings auf Kosten der anderen Parts geht: So rezitiert Sänger Stev konstant drei Zeilen an Text, auch die Gitarren wechseln nur stetig zwischen zwei Akkorden im Hauptriff.

Vom ruhigen Gesamteindruck des Albums hebt sich das Lied „The Clown“ ab: Hier spielen Novalis Deux, verglichen mit den anderen Songs, fast das doppelte Tempo. Ein etwaiger gelangweilter Hörer schreckt auf, um zu erkennen, dass der Song zwar schneller, aber dadurch auch nicht abwechslungsreicher ist.

„One Step“ sticht mit seinem Intro ebenfalls heraus: So könnte dieses Intro einen Dark Wave Song einleiten, allerdings steht auch hier wieder ein beschleunigter Folk-Song dahinter, bei welchem die Keyboardpassagen eine Mischung aus Pop und Dark Wave suggerieren.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Novalis Deux ein gutes, wenn auch innerhalb der einzelnen Songs recht eintöniges drittes Album vorgelegt haben. Diese fehlende Abwechslung ist es, die „Ghosts Over Europe“ manchmal zur bloßen Hintergrundbeschallung degradiert, wenn der Hörer der CD nicht seine ganze Aufmerksamkeit widmet.

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