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Nothnegal: Decadence

Durchschnittlich
Wertung: 6/10
Genre: Progressive Metal/Dark Metal
Spielzeit: 40:46
Release: 20.01.2012
Label: Season Of Mist

Nothnegal konnten vor allem im Jahr 2010 bei uns für Aufsehen sorgen, denn damals waren sie mit Rotting Christ und Finntroll auf Tour. Nun bringt die Band mit „Decadence“ ihr zweites Album auf den Markt. Der Vorgänger konnte viele Kritiker überzeugen und der Exotenbonus der Band von den Malediven tat sein übriges, um die Gruppe ins Rampenlicht zu rücken. Es bleibt die Frage, ob „Decadence“ das Potential hat, den Erfolg der Gruppe weiter auszubauen. 

Mit dem ersten Song, „Salvation“, rumpelt die Scheibe gleich mächtig los. Der Sound ist fett, die Gitarren fetzen und das Keyboard ist nicht zu dominant. Hinzu kommt ein recht cooler Schlagzeugsound. 

Die Songs sind allesamt recht düster arrangiert und wirken durch die Keyboards oft trotzdem verspielt und verschnörkelt. Die Stimmung der Lieder kommt gut rüber. Allerdings fehlt die Abwechslung. Spätestens nach „Janus“ wird „Decadence“ einfach langweilig. Die Stücke beinhalten immer wieder ähnliche Arrangements und vor allem der Gesang mutiert zur akustischen Folter. Die verwendete Stimme des Frontmannes pendelt irgendwo zwischen heiserem, erkältetem Krächzen, dem Klang einer schlechten, analogen Telefonverbindung und dem Geräusch, das völlig verschlissene Bremsbeläge beim Auto von sich geben. Interessanterweise wäre dieser monotone Singsang aber nicht nötig gewesen, denn auf den ausgerechnet letzten beiden Songs packt der Fronter eine klare Stimme aus, die nicht von schlechten Eltern ist. Man fühlt sich sofort an Solstafir erinnert. Warum denn nicht immer so? Oder zumindest eine Mischung? Mit Sicherheit hätte man deutlich mehr aus der Platte machen können, wenn man sich im Studio mehr mit den Vocals beschäftigt hätte. 

Ein Problem würde aber trotzdem bestehen bleiben: Die Songs klingen zu ähnlich, um den Hörer konstant zu fesseln. Nach zwanzig Minuten praktisch unveränderter Beschallung wird auch das interessierteste Ohr müde und klinkt sich aus. Auch wenn eine gewisse Kontinuität wichtig ist, um eine Einheit zu symbolisieren, es wird einfach langweilig, wenn man es übertreibt. 

Eine ansehnliche Platte ist „Decadence“ schon fast noch geworden, für die Oberliga reicht es aber bei Weitem nicht. Das schlimmste daran ist die Tatsache, dass die Band durchaus könnte. Die Musiker haben das Zeug zu guten Songwritern. Einige Lieder auf der Scheibe beweisen das ja unmissverständlich. Den Grund, warum dieser Rundling so und jetzt auf den Markt kommt, werden die Fans wahrscheinlich nie erfahren. Es wäre aber besser gewesen, das Teil noch zurückzuhalten und einige Songs, die ja auf einem soliden Fundament aufbauen, noch mal kritisch zu überarbeiten. 

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