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Norway: Rising Up From The Ashes

Viel besser geht`s nicht mehr
Wertung: 9.5/10
Genre: AOR Hard Rock
Spielzeit: 49:52
Release: 19.01.2007
Label: MTM Music

Der Vierer, der aus New Jersey stammt und sich folgerichtig Norway nennt, ist zurück. Häh, wie jetzt, New Jersey-Norwegen? Mmh, stimmt, muss man nicht unbedingt verstehen. Aber was soll´s, ist eh egal, die Musik zählt und da gibt es wirklich Gutes zu berichten. Diese AOR / Hardrock Combo bietet hohes Niveau mit tollen Melodien.

Aber der Reihe nach. „Save Me“ macht mit den ersten Tönen klar, dass hier jeder Metaller oder Die-Hard Headbanger schnellstens das Weite suchen sollte. Astreiner amerikanischer Hardrock der Marke Journey, Night Ranger oder Foreigner wird hier geboten. Das Ganze in perfekter Handarbeit von Jim Santos (Guitar, Keyboard), Joe Slattery (Bass) und Marty Brasington (Drums, Percussion) dargeboten.

Man schwelgt praktisch von einer tollen Melodie zur nächsten. „Anything At All“ demonstriert eindrucksvoll Dave Baldwin´s Goldkehle, welche auch ohne permanentes Vibrato auskommt. Also, es würde mich schon wundern, wenn diese Band nicht mal wieder einen Hit in good old America landen sollte. Wenn man bedenkt, dass die Band schon 1986 gegründet wurde, dann wird natürlich auch schnell klar, dass es hier keine unausgegorenen Arrangements geben wird.

„Only One I Need“ beginnt mit einer akustischen Gitarre und Dave`s toller Stimme. Eine Ballade, wie sie nur wenige Bands so gekonnt umsetzen können. Super!

„American Girl“ erweckt ein wenig Yesterday & Today-Feeling zu „In Rock We Trust“ Zeiten. Großes Kino, da man es auch verstanden hat, die Aufnahmen authentisch rüberkommen zu lassen. Hier wirkt nichts überproduziert. Locker flockig rockt es aus den Speakern und lässt mich von Sommer, Sonne und meinem Trike unter dem Allerwertesten träumen. Und das im Winter!

„The Power Of Gold“ hört sich zwar an wie schon hundert mal gehört, weiss aber dennoch zu überzeugen, wenn ich auch zugeben muss, dass dieser Song bisher der Schlechteste ist, da ich ihn „nur“ als gut einstufen würde.

„Since You`ve Been Gone“ hat nichts mit dem alten Klassiker zu tun. Es bleibt weiterhin im ruhigeren Melodicrock Gefilde. Irgendwie entwickelt sich das Album immer mehr zum Gute- Laune-Hochsommeralbum.

„Tell Me“ wartet dann erstmal mit einem härteren Gitarreneinstieg auf, bevor es dann schön rockig groovig die Beine mitwippen lässt und als Sahnehäubchen mit Dave Baldwin`s Stimme garniert zum 4 Sterne-Gericht wird.

„Won`t Let You Down“ beginnt mit Keyboards und einer akustischen Gitarre. Die Feuerzeuge werden in die Höhe gereckt und man liegt sich mit seiner Liebsten/Liebstem in den Armen. Anders kann ich diesen Song nicht beschreiben. Toll, was Norway hier erschaffen haben.

Als leider schon letzten Song wird uns hier “Haunted” kredenzt. Jim Santos´ begeisternde Gitarren ziehen mich in den Song und fesseln mich. Dieses Monumentalwerk gehört in jede Rocksammlung, ohne Frage. Und wieder einmal schein sich zu bestätigen, dass Bands mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren zwar geniale Alben abliefern können, aber die unsterblichen gelingen nur den Bands mit deutlich mehr Lebenserfahrung.

Fazit: Ein absolut superbes Stück Melodic Rock. Der Albumtitel „Rising Up From The Ashes“ ist hier Programm und das Cover mit den Funken zeigt auch deutlich an, dass es hier ganz schnell nach oben geht. Ob man allerdings generell hier in Deutschland mit dieser Musik große Erfolge feiern kann, bezweifle ich. Andererseits … wenn ich mir so die ersten Veröffentlichungen für das Jahr 2007 anschaue, dann wird es wohl ein großes Jahr für die melodische Hardrockfangemeinde! Einen ersten, schwer zu knackenden Höhepunkt hat hier schon mal Norway gesetzt.

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