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Northlane: Hollow Existence

Metalcore vom feinsten
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 24:01
Release: 17.01.2010
Label: Eigenproduktion

Einmal mehr hat der australische Underground eine hervorragende Metalcore-Truppe hervorgebracht: Northlane aus dem schönen Sydney gibt es zwar noch nicht ganz ein Jahr, allerdings zählt die Band bereits zu den heißesten Geheimtipps. Mit einigen herausragenden Shows sowie den starken Demo-Aufnahmen auf MySpace bildete sich schnell eine Fangemeinde, die nun sehnsüchtig auf die im Januar erscheinende Debüt-EP „Hollow Existence“ wartet.

Diese EP bietet sechs geniale Songs im technischen Metalcore-Gewand mit einer großartigen Portion Melodie, die bei all der Härte und Aggression in den Songs nicht zu kurz kommt. Der Opener „Hollow“ besticht mit perfekten Gitarren, die gleichweise schnelle Solopassagen hinlegen, wie auch mit treibenden Breakdown-Riffs und himmlischen, melodischen Abschnitte aufwarten. Doch auch gesangstechnisch wird eine enorme Bandbreite abgedeckt, so wechseln sich tiefe Shouts mit keifenden Screams ab und gegen Ende finden sogar Gangshouts Verwendung, die sich mit fast klaren Vocals paaren, die ein wenig an frühere Stücke von Horizon 8 erinnern. Das Riffing des Songs „Keymaker“ ist stark an die Kollegen von Architects angelehnt, das technische und variantenreiche Drumming unterstützt dies und festigt den enormen Groove des Songs – gegen Ende werden die effektreichen Gitarren dann harmonischer und lassen den Song in einem bombastischen Finale ausklingen.

Track Nummer drei, „Set In Stone“ offenbart gigantische Breakdowns, die absolut unter die Haut gehen und während des Song immer wieder für eine kräftige Akzentsetzung sorgen. Die Bandbreite der Vocals wird mit dem nächsten Song „All Seeing Eye“ sogar noch um verdammt gut klingenden, klaren Gesang ergänzt, der Bands wie For The Fallen Dreams oder Architects in nichts nachsteht. Mut zum Experimentieren zeigt die Band mit ihrem Stück „Metamorphosis“, das sogar einige Keyboardklänge aufweist, die sich ziemlich gut in das übrige Klangbild mit einfügen. Das Riffing sowie das Drumming erinnert hier enorm an die Amis August Burns Red, allerdings ist der Band dabei der so typisch australische Spielstil wie man ihn von Bands à la Parkway Drive oder Vegas In Ruins kennt nicht abhanden gekommen - darüber hinaus wird durch langsamere, klare Gitarrenabschnitte eine nicht zu leugnende Epik deutlich.

Produktionstechnisch kann die EP ebenfalls überzeugen, die Gitarren klingen keineswegs zu glatt geschliffen, sondern schön hart, kommen dabei aber immer druckvoll und klar aus den Boxen, schiebende Rhythmus-Riffs passen sich perfekt den weniger verzerrten, melodiösen Parts an. Auch Schlagzeug und Bass kommen gut zur Geltung, ohne irgendwie hohl oder energielos zu klingen – eine rundum perfekte EP. Was diese Band innerhalb eines knappen Jahres erreicht hat, ist phänomenal und man kann nur hoffen, dass diese Truppe bald einen fairen Labeldeal abschließt: Verdient hätte sie es allemal.

„Hollow Existence“ ist eine großartige EP geworden, die den großen Bands in rein gar nichts nachsteht. Jeder, der für technischen und melodischen Metalcore der härteren Gangart zu haben ist, sollte hier auf jeden Fall 'reinhören und sich anschließend diese EP zulegen, denn einen Fehler macht man mit dem Kauf ganz gewiss nicht. Ab Mitte Januar kann die CD weltweit über den Bigcartel-Store der Band bezogen werden, wenig später auch digital über iTunes.

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