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Noreah: Invertebrate Semblance

Das Debüt einer jungen deutschen Band
Wertung: 7.5/10
Genre: Progressive Metal / Rock
Spielzeit: 25:31
Release: 22.07.2009
Label: Eigenproduktion

Noreah ist eine junge deutsche Band, die sich einer Mischung aus Progressive Metal und dreckigem Rock verschrieben hat. So veröffentlichen sie nun ihr Debütalbum „Invertebrate Semblance“, welches in Eigenproduktion entstand.

Die fünf Dresdner lassen bei ihrer Musik nichts anbrennen. Sie scheinen ihre gesamte Power und Spielfreude in ihr Debüt zu stecken. Daher ist auch der Sound etwas dreckig und sprüht meist vor rauer Energie. Dieser Eindruck wird noch verstärkt, indem Ecken und Kanten nicht weggemischt werden und der Bass auch etwas stärker in den Vordergrund gerückt wird, als es üblicherweise der Fall ist. Manchen mag diese Art Kellersound vielleicht stören, für andere ist er einfach authentisch. Nur beim Opener „Only A Philosopher Is A True Godsman“ hat man mit der Abmischung der Instrumente reichlich daneben gegriffen.

Was musikalisch sofort auffällt, ist der Gegensatz von Alexandras mädchenhafter, fast zerbrechlich wirkender Stimme im Gegensatz zu den fetten Gitarren. Dies kommt vor allem beim rockigen „Hayley“ mit seinen interessanten und abwechslungsreichen Instrumentalparts gut zur Geltung. Die Vocals erinnern hier von der Klangfarbe etwas an Amy Lee von Evanescence, nur mit nicht ganz so viel Druck Alexandra.

Während die ersten beiden Tracks eher rockig und gleichzeitig melodiöse daherkommen, sind die letzten beiden Stücke weitaus progressiver gehalten. Das rhythmische „One On One“ kann so manchen Hörer verzweifeln lassen, der versucht hier den eigentlichen Takt herauszufinden. Stehen nach einem etwas zu langen Intro doch klar krumme, schnell wechselnde und verwirrende Rhythmen im Vordergrund. 

„The Audience“ bringt seine Prog-Einflüsse auf eine andere Art und Weise zur Geltung. Hier bekommt man viel klangliche Abwechslung und einige unerwartete Übergänge geboten. Dies macht den Sound zwar sehr komplex, jedoch kann man, wenn man konzentriert zuhört, den roten Faden gut erkennen.

Ein wenig schade ist, dass man die Atmosphäre vernachlässigt hat. Noreah haben wirklich gute Ideen und diese auch recht gut umgesetzt, jedoch fehlt an manchen Stellen noch etwas mehr Power, eine Spur mehr Struktur und das gewisse Etwas, wodurch die Stücke einerseits aussagekräftiger und andererseits eingängiger werden würden.

Fazit: Noreah liefern mit „Invertebrate Semblance“ ein beachtliches Debüt ab. Sie spielen mit interessanten Kontrasten und scheinen viel Kreativität und gute Ideen zu haben. Nur an der Umsetzung mangelt es noch. Aber gut Ding will schließlich Weile haben, wie es so schön heißt und Noreah stehen schließlich erst am Anfang ihrer Karriere.

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