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Nordfrost: Naturgewalten

Eine Ode der Kompromisslosigkeit – eine deutschsprachige Black-Metal-Naturgewalt
Wertung: 8/10
Genre: Pagan Black Metal
Spielzeit: 49:38
Release: 25.05.2015
Label: EE–Records

Die Fans der deutschen Pagan-Black-Metal-Szene haben lange auf neues Material der vier Metaller von Nordforst warten müssen. Ein letztes offizielles Lebenszeichen aus dem Studio gab es im Jahre 2011 - ein Splitalbum mit Pure Scorn bedeutet das Debüt und letztendlich auch das erste musikalische Ausrufezeichen der Black Metaller.

Mit „Naturgewalten“ präsentieren Nordfrost ein erstes Full-Debütalbum, das definitiv eine Bereicherung für die hiesige Szene darstellen wird. Die musikalischen Ansätze sind großartig, die Fähigkeiten im Bereich Instrumentalisierung sowie Songwriting sind ohne Wenn und Aber vorhanden. Elf Songs verteilt auf knapp fünfzig Minuten purer Black Metal. Ein Debüt, das sich streckenweise schon sehr überzeugend anhört.

Als leichter Einstieg erwartet den Zuhörer ein Intro mit dem wegweisenden Namen „Einklang“. Harmonisch geht es direkt in den Opener und Titeltrack über. Der Song „Naturgewalten“ kann als kompromissloser Einstiegstrack bezeichnet werden. Schnelle Parts lösen sich im Strophenteil mit den tragenden Vocals ab, hier wird das Tempo deutlich zurückgeschraubt.

Mit „Verachtung“ rast der Nordfrost-Express weiter mit Tempo. Ein schneller Song, der mitläuft und dabei nicht unbedingt herausragt. Song Nummer vier, die „Klage der Toten“ ist sehr ruhig angesiedelt und setzt auf eine klare Textbotschaft. Eine Abwechslung und auch Ruhepunkt nach einem furiosen Beginn der Scheibe. Diese gewollte und geschaffene Ruhephase folgt mit „Am Ende ward Frieden“ noch ein weiteres Mal. Geschickt und wirkungsvoll zwischen den Songs platziert erlauben diese „Oasen der Stille“ eine Chance auf Verarbeitung des Songmaterials.

Mit „Wotansturm“ wird der Sound etwas tragender und das Tempo runtergeschraubt. Double-Bass und die markante Gitarrenmelodie bilden den Strophen und Pre-Chorus-Part. Wiedererkennungswert des Songs - einhundert Prozent! Als Rausschmeißer dient der Track „Letzter Ritt“, ein Song der langsam aufgebaut wird und dann nach einem akustischen Intro brachial Fahrt aufnimmt. Ein zehnminütiger Abschluss einer durchaus gelungenen Debüt-LP, die teilweise noch ein paar Schwächen einer jungen Band aufzeigt. Beim letzten Song „Letzter Ritt“ können zehn Minuten trotz abwechslungsreichen Song- und Partwriting schon lang werden.

Im Bereich der Produktion wurde auf eine sterile Transparenz geachtet. Die Instrumente entfalten sich alle wunderbar, doch zeitweise geht der Druck verloren. Mehr Tiefgang im unteren Bereich würde die Scheibe noch ein wenig brachialer klingen lassen. Im Songwriting haben sich die Musiker von Nordfrost seit der letzten Veröffentlichung stark verbessert. Die Songs wirken homogener, Eigenständigkeit und Individualität werden ausgespielt. Im Bereich der Vocals wird die Black-Metal-Karte voll ausgereizt. Passend zum Background agiert Frontmann Skallvadr souverän und gibt den Songs immer den nötigen Evil-Touch mit. Nordfrost werden mit Sicherheit in der Zukunft eine Rolle in der hiesigen Pagan-Black-Metal-Szene spielen. Für den internationalen Vergleich werden die Jungs noch ein wenig Gas geben müssen, aber auch das kann definitiv klappen.

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