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Nora: Save Yourself

Aus den tiefen des Hardcore-Genres
Wertung: 6/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 36:2
Release: 20.07.2007
Label: Trustkill / SPV

Es gibt ja mittlerweile Bands für alles und jeden. Die ist nun also die Band zu der Halskette von Thomas Anders...nicht angekommen, der Witz?! Okay, dann bist du zu jung. Ist aber auch völlig unwichtig!

Nora ist auch vielmehr die Spielwiese vom Präsidenten und vom Art Director des Ferret Music Labels. Der Hintergrund von „Save Yourself“ ist ein Trauriger, nämlich der Unfalltod der Tochter von Ex-Drummer Chris Ross. Passend zum Albumtitel sind die Texte eher optimistisch ausgefallen, während sich Musik eindeutig im Hardcore Bereich bewegt. Richtig, Hard- und nicht der vielerorts so beliebte Metalcore!

Der Opener „Somebody Call Somebody“ verdeutlicht sofort wohin die Reise geht. Der typische Schlag mitten ins Gesicht, der immer wieder mit interessanten Breaks aufwarten kann. Dazu brüllt sich Carl Severson die Seele aus dem Leib. Einen melodischen Chorus wird man hier nicht finden! Die musikalische Umsetzung ist definitiv von der alten Schule inspiriert und so wird zwischen Uptempo- und Moshparts, auch gerne mal im Mid-Tempo gerockt.

Intensiv zur Sache geht es auch beim groovigen „The Moment, The Sound, The Fury“ und in der mit progressiven Einschüben überraschenden Wundertüte "Just Like Johnny". „Save Yourself“ am Stück zu ertragen und die Songs nachher noch unterscheiden zu können, ist mir aber sehr schwer gefallen. Dazu muss ich sagen, dass mir nur die wenigsten Hardcore (ich glaube, die von Nora gespielte Unterart nennt sich Noise-Core) Bands zusagen.

Was mich an diesem Album wirklich stört und sogar nervt, ist der Gesang. Mr. Severson mag zwar sehr ordentlich brüllen können, aber mehr anscheinend auch nicht. Er bleibt penetrant (oder ausdauernd, ja nach Standpunkt) in einer Tonlage und macht mir dabei ungefähr soviel Spaß wie eine Wurzelbehandlung. Mir ist bewusst, dass es in diesem Genre wohl so sein muss, aber von meiner subjektiven Meinung ausgehend, kann ich nur sagen, dass die guten Ansätzen von „Save Yourself“ so gnadenlos in Grund und Boden gebrüllt werden.

Heutzutage gibt es ja genug Möglichkeiten sich eine Band irgendwo anzuhören (mySpace zum Beispiel). Wer also mal wieder Bock auf eine ordentliche Hardcore Abfahrt hat, kann oder sollte die Band mal antesten. Die Musik ist ehrlich, ohne Trendanbiederungen gespielt und außerdem gut produziert. Ein Fan dieses Genres werde ich persönlich aber wohl nicht mehr werden!

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