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Nonexistence: Nihil

Übermacht der Konkurrenz zu groß
Wertung: 4/10
Genre: Black Metal, Doom (Metal)
Spielzeit: 50:52
Release: 29.06.2007
Label: twilight

“Das Ende naht, sieh da, er baumelt…”. So in etwa kann man den Spruch bei Wilhelm Busch lesen. Und irgendwie kann man auch die Platte „Nihil“ von Nonexistence so ähnlich auf den Punkt bringen. Todtraurige Mucke, die sich, wie in der Stilbeschreibung schon treffend ausgedrückt, irgendwo zwischen Black Metal und Doom (Metal) bewegt. Von Hoffnung und Frohsinn weit und breit keine Spur. Die Schwermut ist bei dem Album fast zum Greifen nahe. Doch halt nur fast. Und dieses „fast“ zieht sich durch alle Aspekte des Albums.

So richtig haben wir es hier aber nicht mit einer Band zu tun, sondern mit dem Einzelkämpfer namens Philip Santoll. Der hat alle Songs komponiert, eingetrümmert, produziert und alle lyrischen Ergüsse verzapft. Was soll man auch sonst machen, wenn man in der Antarktis wohnt? Kein Scherz, da kommt der Gute her. Jetzt ist sicherlich auch die Frage geklärt, warum die Platte so dunkel und ohne Lichtblicke ist. Wo sollte man in diesem Landstrich die gute Laune für andere Spielarten herbekommen? Eben.

Das Album wirkt definitiv homogen und wie aus einem Stück gegossen. Wilde Stilbrüche braucht man hier nicht zu erwarten. Leider auch keine großen Melodien, die sich ins Herz fressen und es zum buchstäblichen Bluten bringen. Die Platte ist vorbei und man hat die Gewissheit, dass viele Mittelklassemelodien an einem vorbeigezogen sind. Aber ihre Spuren haben sie nicht hinterlassen. Beim zweiten Durchlauf wird die Sache dann richtig ermüdend. Da musste ich mich schon zusammenreißen, dass mir nicht der Kopf auf die Tischplatte knallt. 

Ein Song schaffte es dann doch, das Messer Richtung Herz anzusetzen. Der Übeltäter nennt sich „Reflections Of Emptiness“. Die Gesänge sind schick arrangiert und…na ja…das ist wohl der große Pluspunkt des Tracks. Beim Rest bemüht sich der Protagonist zwar auch um Abwechslung, doch besonders der Cleangesang wirkt schon hier und da recht gewöhnungsbedürftig, wenn nicht sogar schräg. Beim Kreischgesang hingegen gibt’s nix zu meckern. 

Shining und Katatonia werden mir hier vom Label als Referenzen angeboten, welche ich auch bedenkenlos weitergeben kann. Stellt euch also Shining ohne die wirklich geil durchdachten Arrangements vor und Katatonia ohne ihre mitreißenden Melodien. Dann stimmt die Mischung.

Fazit: Tja, insgesamt denke ich, dass die Übermacht an wirklich guten und sehr guten etablierten Bands im angepeilten Genre einfach zu groß ist, als dass Nonexistence irgendwie mit „Nihil“ punkten könnten. Hut ab vor der Mammutaufgabe, alles alleine gemacht zu haben. Vor mehr aber auch nicht.

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