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Nomans Land: The Last Son of the Fjord

Ganz und gar unspannend
Wertung: 6/10
Genre: Viking Metal
Spielzeit: 35:46
Release: 31.03.2006
Label: Einheit Produktionen

Nomans Land sind zurück. Nun ja, das nicht wirklich, denn „The Last Son Of The Fjord“ ist eigentlich schon vor sechs Jahren erschienen. Es handelt sich also um einen Re-Release des frühen Schaffens der russischen Band. Dementsprechend vorgewarnt, mache ich mich daran, dieses Album zu hören. Etwas skeptisch bin ich nämlich wegen der Produktion. Denn wenn sie mich beim später erschienen Album „Hammerfrost“ schon nicht vom Hocker riss und sogar zu Punktabzug führte... wie sollte das hier erst werden? Aber hier kriegt ja jeder seine faire Chance. Ohne große Umschweife will ich nun zur Musik kommen, denn relevante Infos könnt ihr auch aus meinem Review zu „Hammerfrost“ erhalten.

Okay, ein kurzes Meeresrauschen als Intro (bei dem Songtitel auch recht passend), ich bereite mich seelisch schon auf extrem billige Keyboards vor, die mit Saxophonen wohl zu den schlimmsten Instrumenten gehören, die man mir antun kann...und dann überrascht mich das Titelstück als völlig „tastenfrei“. Stattdessen erklingt ein sehr melodisches Midtempostück mit schönen cleanen Vocals. Zwar könnte vor allem die Leadgitarre mehr Druck vertragen, aber dennoch bin ich überrascht. Etwas wirklich Bahnbrechendes ist das zwar nicht und in die Länge gezogen ist das Lied auch ein wenig, aber der Auftakt ist gelungen.

Und im Prinzip ist das auch die Blaupause für die nachfolgenden Lieder, denn wirklich abwechslungsreich gingen Nomans Land bei ihrem Debüt nicht zu Werke. Sie spielen netten, aber nicht sehr zwingenden Viking Metal in der (soften) Schnittmenge von Einherjer und Ensiferum, der ins Ohr geht, aber dort nicht lange verweilt. Denn spätestens nach zwei Songs fällt schon auf, nach welcher „Formel“ die Band arbeitet. Bloß nicht zu schnell spielen, angenehm singen und ewig lange Melodien auf der Gitarre spielen. Da wünsche ich mir ja fast das preisgünstige Keyboard zurück. Wie ihr seht, macht es „The Last Son Of The Fjord“ einem wirklich schwer, einzelne Songs heraus zu picken. Und das werde ich dann auch unterlassen, denn hier ist einer so gut wie der andere... oder eben so langweilig wie der andere, je nachdem, wie man das sieht.

Ist dieses Album nun besser als der Nachfolger? Schwierig, denn wirklich gelungen finde ich keins von beiden. Versteht mich nicht falsch, es gibt wesentlich schlechteres in diesem Genre, aber wenn man nicht gerade ein beinharter Käufer von allem ist, was nach Met und Drachenboot aussieht, kann man sich diese Band erstmal sparen. So würde Viking Metal klingen, wenn er im Radio laufen würde. Und das ist noch nicht einmal negativ gemeint. Eine Ersatzdroge für die mittlerweile arg schwächelnden Ensiferum werden Nomans Land aber vorerst nicht werden.

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