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Nomans Land: Raven Flight

Kann nicht mit den Vorgängern mithalten.
Wertung: 5/10
Genre: Viking Metal
Spielzeit: 41:24
Release: 01.12.2006
Label: Einheit Produktionen

Mit großer Vorfreude erwartete ich die neue Nomans Land - Scheibe, wie wahrscheinlich viele weitere Viking Metal Anhänger. Die drei russischen Mannen sind bekannt für ihre majestätischen Hymnen und wahrhaft traumhaften Melodien. Die 1996 in St. Petersburg gegründete Band hatte ursprünglich vor, den Doom Metal Sektor zu beschreiten, doch man entschloss sich letztlich doch, wohl zur Freude einiger, zum Viking Metal. 2000 wurde ihre erste Platte „The last son of the fjord“ veröffentlicht, 5 Jahre später folgte der nächste Geniestreich „Hammerfrost.“, welcher den Durchbruch für das Trio bedeutete, und schnell entwickelten sich Nomans Land vom Insider-Tipp zu einer richtig großen Nummer im Pagan Genre.

Wie schon eingangs erwähnt, bedeuteten Nomans Land für mich Hymnen, die einen nur so davon tragen, wunderschöne Melodien, die gute Laune machen und einfach einen ganz eigenen unverwechselbaren Klang. Dazu begeisterten mich immer wieder die klaren Gesangspassagen, wo mir, als Hörer, immer wieder die Kinnlade runterklappte. Doch kommen wir nun zum eher unschönen Teil. „Raven Flight“ hat irgendwie kaum noch den Zauber der beiden Vorgänger. Alles wurde mehr in Richtung Black Metal gedrängt. Der Gesang ist kratziger und kaum mehr so abwechslungsreich. Die cleanen Passagen wurden um einiges aufgestockt. Das Tempo wurde um einiges angezogen, was ich nicht unbedingt negativ bewerten würde und auch an den typischen Melodien wurde gespart. An meiner Vorfreude wurde ziemlich gekratzt, obwohl man sagen muss, dass nicht alle Lieder enttäuschen. Stücke wie „Dragons Grin“ oder „Torir Scald“ gefallen durchaus.

Das Album wird mit einem schönen Akustikintro eröffnet, welches ein wirklich schöner Einstieg ist. Das dritte Lied „Torir Scald“ beginnt mit einem Nomans Land typischen melodiösen Riff, welche leider, wie gesagt, viel zu selten auf der Platte vorkommen. Nach wenigen Einstiegssekunden wird das Tempo ordentlich angezogen und der krächzende Gesang tritt hinzu. Das gesamte Lied über, kehrt die Melodie immer wieder zurück in den Vordergrund. Dazu haben sich die drei Nordmannen ein echtes Bangerriff einfallen lassen. Zum Ende hin folgt noch ein B-Teil, mit hübscher gute Laune Melodie.

Kommen wir nun zum, für mich, plattenschwächsten Lied „Raven Flight“. Ironischerweise ist es der Titelsong. Er beginnt mit einem ganz Black Metal typischen Geschredder. Schon sehr bald tritt der Gesang hinzu und das Geschredder wird munter weitergeführt. In den Strophen wird immer das gleiche ziemlich langweilige Riff genutzt, was anfangs vielleicht noch ein wenig groovt, aber Einen schon bald einschläfernd erscheint und überhaupt nicht mitreißt. Zum Ende hin kommt noch ein ganz grooviges und rockiges Riff, das durchaus nicht schlecht ist.

Alles in allem kann die neue Scheibe „Raven Flight“ nicht mit den Vorgängern mithalten. Auf schönen cleanen Gesang stößt man erst im achten Lied „Dragon ´s Grin“ und überhaupt ist mir das Album zu sehr ins Black Metal Genre gerutscht. Ich vermisse die mitreißenden Melodien und Hymnen, doch möchte ich es nicht vollkommen schlecht machen. Es kommen einige schöne Momente vor, die mich durchaus angesprochen haben.

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