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Nolongerhuman: nolongerhuman

Jeder, der etwas für Dark Electro übrig hat, sollte dieses Projekt antesten!
Wertung: 9/10
Genre: Dark Electro / Hellektro
Spielzeit: 24:36
Release: 08.07.2008
Label: Eigenproduktion

Wenn für den aus Portland stammenden Clint nicht alles schief läuft, wird man seine Songs sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft in den entsprechenden Clubs zu hören bekommen – denn was diese Demo zu bieten hat, ist es allemal Wert, unter Vertrag genommen zu werden. Bereits einige EPs hat Clint mit seinem Projekt nolongerhuman in Eigenregie veröffentlicht und sich so im Internet und in der näheren lokalen Umgebung schon einen nicht zu unterschätzenden Ruf erspielt.

Fünf Songs bietet die neue, schlicht selbstbetitelte Demo: Mit „Addict“ beginnt die Scheibe. Eine mystische-bedrückende Atmosphäre wird durch eine, vom Klang her schwer zu definierende, Tonfolge – es klingt ein wenig nach einem Xylophon – erzeugt. Der Song beginnt sich nach und nach weiter aufzubauen: Zuerst werden, wie beim Dark Electro / Hellektro üblich, einige Zitate eingespielt, dann erheben sich im Hintergrund atmosphärisch-tragende Flächensounds, ein synthetischer Basslauf und eine groovende Drumspur folgen. Letztendlich setzt der überragend bearbeitete Gesang ein – mit viel Herz krächzt man sich hier die Seele aus dem Leib, angenehm verzerrt, aber dennoch verständlich.

„Darling“ ist der neueste Song dieser Scheibe, der Song also, der zuletzt geschrieben wurde – man merkt deutlich, dass sich das Projekt noch immer weiter entwickelt und noch lange nicht an Ideenreichtum nachlässt, da der Song zwar ganz eindeutig nach nolongerhuman klingt, aber trotzdem stark anders als der Opener. Eine besondere Meisterleistung wurde auch wieder beim Zusammenspiel von Bass- und Drumspur vollbracht – viele Electro-Projekte scheitern am Groove und mangelnder Tanzbarkeit, aber dieser Song geht zweifellos in die Beine.

Sehr atmosphärisch ist auch das harmonische „Our New World“, das etwas von beiden Songs in sich trägt und dadurch wiederum neu, aber dennoch unverkennbar nach nolongerhuman klingt, auch wenn es Elemente von Grendel, Suicide Commando und PreEmptive Strike 0.1 in sich birgt. Gerade der Wiedererkennungswert ist einer der wichtigsten Faktoren, will man in den Clubs erfolgreich sein – und das wird dieser Song, beziehungsweise dieses Projekt bestimmt sein, wenn es die Chance bekommt.

Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn nolongerhuman bald in der Artisten-Liste Out Of Lines oder von Infacted Recordings auftauchen würde – verdient wäre es alle mal. Sowohl Mastering als auch Cover-Artwork stammen auch vom Künstler selbst und sind erste Sahne.

Jeder, der etwas für Dark Electro übrig hat oder gerne die entsprechenden Clubs besucht, sollte dieses Projekt wenigstens über myspace antesten!

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