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Noize Machine: The Jumping Clown

Rock in seiner ganzen Vielfalt
Wertung: 6/10
Genre: Rock
Spielzeit: 48:13
Release: 03.11.2008
Label: Vallery Records

Einen kunterbunten Stilmix aus dem Rock-Genre liefern uns die Italiener Noize Machine mit ihrem Debüt “The Jumping Clown”. Dass es sich bei der Band nicht um Anfänger handelt, wird recht schnell klar, wenn die ersten Töne durch die Lautsprecher preschen. Am ehesten dürfte den meisten Dario Mollo geläufig sein, welcher schon mit Glenn Hughes, Graham Bonnet oder Tony Martin in Bands zusammengespielt hat.

Die Band zockt vom groovigen Normalo-Rock über Sleaze, AOR, Heavy Rock und Hardrock so ziemlich alles, was irgendwie den Namen Rock beinhalten könnte. Teilweise sehr modern gehalten und dann auch wieder eher traditionsbewusst. Anleihen hört man zwar immer wieder in Fragmenten heraus, aber das ist eigentlich zu wenig, um wirklich Bands zu nennen, da dies nur in die falsche Richtung zeigen würde.

Der Opener „Ready To Fight“ widmet sich dem Groove. Mit deutlicher Härte groovt man sich mächtig ein. Der Gesang von Mitzi zeigt sich sehr variabel und man meint, stellenweise ein wenig King`s X-Vibes zu verspüren. Cooler Opener.
„Higher And Higher“ ist da schon deutlich belangloser. Im Midtempo frönt man dem melodischen, amerikanisch angehauchten Radiorock. Die Keyboards unterstützen recht stark und nur das Solo von Dario Mollo weiß wirklich zu überzeugen, zumal der Song mit seinem Endlos-Refrain auch ein wenig zu lang aufgegossen wird.

„I Like It“ geht eher in die Richtung eines seriösen Sleaze Rock-Songs mit ein wenig aggressiven Genen, die ab und zu mal heraus zu brechen scheinen. Dann groovt es wieder recht heavy. Trotzdem: Gerade hier merkt man teilweise recht gravierend, dass eine zweite Gitarre sicher förderlich für den Gesamtsound wäre.

„The Jumping Clown“ hat sogar ein wenig Punk in sich vereint und donnert trotzdem recht modern aus den Boxen. Irgendwie cool, aber auch ein wenig Nerven strapazierend, aber auf jeden Fall aber ein Stück, welches live richtig krachen dürfte.
In die komplett andere Richtung geht dann „Turn The Stone“. Das melodische Midtempo groovt langsam vor sich hin. Wie genau auf den amerikanischen Markt zugeschnitten, ohne zu sehr schmalztriefend auf die Charts zu schielen. Ein Song, wie ihn beispielsweise [Kid Rock] gerne hätte.

„So Far Away“ gerät dann zur Uptempo Rock`n`Roll-Nummer, dies aber leider viel zu uninspiriert. Da fehlt der griffige Refrain und man baut hautsächlich auf die schnelle Gangart.
Trotzdem hievt man den Song auf über vier Minuten.
„The Count“ kann da nicht wirklich die Qualitätskurve erneut nach oben drücken. Im kräftigen Midtempo stampft man hier eher gelangweilt mit.

„Go Away“ lässt dann ebenso den Langeweile-Level steigen. Irgendwie scheint es so, als ob der Song sich nicht entscheiden kann, ob er eine Ballade oder ein Midtempo-Rocker werden sollte, denn so dümpelt man in den unendlichen Rockweiten dahin.
„Who Are You“ ist dann deutlich experimenteller ausgefallen, man probiert viele Sachen aus und überrascht mit einigen eher vertrackten als homogen wirkenden Takten. 

„U“ stiefelt wieder einmal mit ein paar kleinen King`s X Anleihen im groovenden Hardrock daher. Nicht schlecht, aber auch nicht gerade eine Offenbarung. Wie so oft sorgen der Gesang und das Gitarrensolo für die größte Aufmerksamkeit.
Den Abschluss bildet dann „See What Is Better“. Sehr melodisch beginnend, dann zwischendurch mal ein wenig im Hintergrund verborgen klingt es heroisch stampfend, bevor man sich wieder im eher unbedeutendem Midtempo verzettelt. Da wäre wohl die zwar auch nicht wirklich gute, aber trotzdem deutlich energetischere Rock`n`Roll Nummer „So Far Away“ als Rausschmeißer besser geeignet gewesen.

Fazit: Ein wirklich kunterbuntes Sound-Potpourri, das alle möglichen Stilrichtungen beinhaltet, macht das Album sehr abwechslungsreich und spannend. Irgendwie geht mir allerdings dadurch der rote Faden verloren. Musikalisch gut gezockt, aber trotzdem zuwenig ganzheitlicher Charme versprüht. Ist genau dies das Anliegen der Band oder hat sie lediglich selbst noch nicht ihren Stil gefunden? Ich weiß es nicht. Ein gutes Album, welches aber auf Grund der eben angeführten Konzeptionslosigkeit nur bedingt punkten kann.


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