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Ghost Army

Noise Capital: Ghost Army

Guter Alternativ Rock, ohne Hoch und Tief
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternativ Rock
Spielzeit: 40:44
Release: 30.01.2012
Label: Finest Noise

Nach zwei gut aufgenommenen EP-Produktionen ist es nun so weit und die österreichische Band Noise Capital kann mit ihrem Debütalbum „Ghost Army“ aufwarten.

Der erste Titel „Everything’s Game“ zeigt aber bereits, dass der Bandname etwas irreführend ist. Wer hier auf krachenden, trashigen Lärm wartet, wird enttäuscht sein. Stattdessen bietet sich ein eingängiges, gut arrangiertes Stück, das mit gut eingesetztem Rhythmuswechsel hin zum Refrain punkten kann. Sänger Luhk verfügt über eine sehr angenehme Stimme, die zwar nicht besonders auffällig ist, sich aber harmonisch in die Stücke einpasst. Abgerundet wird dies durch füllende Backroundvocals, bei denen besonders die weibliche Stimme eine weitere positive Nuance einbringt.

Der Nachfolgende Song „We Hunt You Down“ schließt sich dem im ähnlichen Stil an und hier gehen besonders die gut gezupften Basslinien und Gitarrenriffs ins Ohr - eine Tatsache, die sich auch in Folge immer wieder als sehr positiv heraushebt.  Immer wieder anschwellend kommt es dennoch nicht zum erwarteten Ausbruch und so bleibt es doch bei einem eher ruhigen Klangbild.

Dies ändert sich aber bei „Limousines“.  Fühlte man sich vorher in einen ruhigen alternativen Klangteppich gehüllt, wird es hier doch etwas rockiger und kurze Riffs bringen neue Akzente auf die Scheibe. Dieser, wie auch der nachfolgende Titel „Play Along“, überzeugen besonders in den Instrumentalteilen, die sich als recht facettenreich erweisen. 

„Break The Machine“ bricht aus dem bisher Gehörten etwas aus und verfügt zu Beginn über psychedelische Einflüsse. Dies wirkt so bestechend, dass man sich eine weitere, verstärktere Fortsetzung des Ganzen wünscht. Diese gewisse Unberechenbarkeit des ersten Teils wird allerdings nicht durchgängig weiter verfolgt und so kommt hier das erste Gefühl von Eintönigkeit auf. 

Beim nachfolgenden „The Noise Before The Fall“ machen die Innsbrucker dann ihrem Namen doch noch alle Ehre. Mit ruhigen Sequenzen wird begonnen, die einsetzenden dynamischen Drums und die ausgedehnten Gitarrenriffs zeigen aber deutlich, dass Noise Capital auch laut ziemlich gut dabei sind. Treibend und krachend wird dieser Song zu einem Highlight der CD.

Der abschließende Titel „And So I Run“ bildet einen sehr gelungenen Abschluss. „Ohne leise gibt’s kein laut, ohne Ruhe keinen Lärm“ - so lautet ein Zitat der Band und hier wird es mehr als beherzigt. Einschmeichelnde Töne und krachende Momente wechseln sich ab, die anfänglichen träumerischen, fast schon einschläfernden Töne gehen in rockige Gefilde über, lösen sich ab und schaffen so einen gelungenen Endpunkt.

Noise Capital bringen mit ihrem Debütalbum einen gefälligen Alternativ Rock zu Gehör. Die Titel der CD sind in einem Fluss und weisen ein beachtliches Niveau auf. Handwerkliches Können, abwechslungsreiche Arrangements und ansprechende Texte sind an der Tagesordnung und so hat man keinen einzigen Totalausfall, leider aber auch keinen wirklich Rausreißer nach oben. Trotz des guten Gesamteindrucks wünscht man sich an einigen Stellen etwas mehr Dynamik, Druck und hin und wieder etwas mehr Überraschung. 

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