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Nogroth: Troll Berserker

Gelungenes Demo, ein wenig fehlt noch die Abwechslung
Wertung: 6.5/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 19:9
Release: 01.09.2008
Label: Eigenproduktion

Nogroth aus dem fränkischen Kulmbach legen uns hier ein erstaunlich professionell gemachtes Demo, bestehend aus vier Songs plus Intro mit einer Gesamtlänge von knapp zwanzig Minuten, vor. Das Artwork ist recht stilvoll, auch wenn man bei der recht düsteren Naturkulisse Musik erwarten könnte, die zwar folkigen Charakter besitzt, aber entweder eher in Richtung Black Metal geht wie z. B. Helfahrt oder aber einen melancholischen Unterton innehat wie beispielsweise Empyrium.

Stattdessen aber erinnert das Ganze viel mehr an Party-kompatible Mucke der Marke Korpiklaani, wenngleich man wesentlich roher zur Sache geht als die Finnen. Der krächzende, heisere Gesang und der Gitarrensound bestätigen dann auch die Info der Band, dass man ursprünglich als Black-Metal-Combo startete.

Doch wie auch immer, die Band besticht durch sicheres Timing und tightes Zusammenspiel und der Sound kann sich wirklich hören lassen, genau wie die kurzen, stimmungsvollen hörspielartigen Sequenzen, mit denen einige Stücke unterlegt sind. Zwar sind die Songs recht einfach gestrickt und die Arrangements alles andere als anspruchsvoll, aber die Jungs sagen auch selbst von sich, dass sie in erster Linie darauf aus sind, „mit dem Publikum zu feiern und die Leute dazu zu animieren, Bier zu trinken“ – vor diesem Hintergrund dürfte man auch die augenzwinkernden Texte von Songs wie „Troll Berserker“, „Todeswind“ und natürlich „Kulmbacher Bier“ verstehen, über die man lieber schmunzeln sollte, anstatt sich über Zeilen wie „Unser Boot legt am Ufer an und unsere Krieger springen heraus|rennen schnell zu ihrem Dorf und verbrennen jedes Haus“ aufzuregen. Wesentlich anspruchsvoller sind die lyrischen Ergüsse von Amon Amarth und Konsorten schließlich auch nicht.

Und Party machen und saufen lässt sich zu den eingängigen Stücken von Nogroth definitiv; nicht nur zu dem mit dem rhythmischen Ploppen von Bierflaschen (hat auf jeden Fall was für sich, ich musste gut lachen) eingeleiteten „Kulmbacher Bier“ – auch wenn ich natürlich Einspruch erheben muss. Jungs, es gibt meiner Ansicht nach schon noch besseres Bier.

Doch egal, welches Bier man nun bevorzugt und zum Hören von Nogroth konsumiert; die Franken sollten es durchaus schaffen, sich mit diesem guten Demo einen respektablen Fankreis zu erspielen. Vielleicht könnte man hier und da noch etwas mehr Abwechslung ins Songwriting bringen, damit das Ganze nicht zu gleichförmig klingt – denn sollte man mal ein Full-length-Album aufnehmen, könnten sich die sich nicht gerade wahnsinnig stark voneinander unterscheidenden Songs schnell abnutzen –, aber fürs erste klingt das Resultat relativ vielversprechend und der Zielgruppe, die sowieso nur Bock auf Bangen und Saufen hat, wird es ohnehin wurscht sein.

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