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Noekk: The Grimalkin

Ein fesselndes und intelligentes Werk voller Magie und Zauber
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Rock
Spielzeit: 41:34
Release: 19.05.2006
Label: Prophecy Productions

Genau ein Jahr ist es nun mittlerweile her, dass uns die Ex-Empyrium Musiker Funghus Baldachin und F.F. Yugoth mit “The Water Spring“ in fabelhafte Welten und deren mystische Geheimnisse entführten. Ein insgesamt sehr verspieltes und klanglich eher verschachteltes Debütwerk, welches nun mit dem vorliegenden “The Grimalkin“ einen mehr als nur würdigen Nachfolger erfährt.

Nach wie vor bleibt man sich jenen fast schon geisterhaften Welten und einer gezielten Naturverbundenheit treu. Lediglich der erzählerische und klangliche Rahmen wurde innerhalb des umtriebigen Duos enorm gesteigert und weiterentwickelt. Eine Tatsache, die bereits die Tracklist des Albums mit seinen gerade einmal drei Songs (bei einer insgesamten Laufzeit von immerhin knapp 42 Minuten) mehr als deutlich macht. Auch musikalisch bewegt sich “The Grimalkin“ nicht mehr nur rein auf der Ebene des bisher bekannten Progressive Rock. Zwar macht es auch weiterhin den Hauptbestandteil von Noekk´s Klanguniversum aus, aber dieses Mal zog man es auch vor, in anderen musikalischen Gefilden zu „wildern“. So gibt es innerhalb der epischen Tracks (je zwischen 10 – 20 Minuten Spielzeit) auch immer wieder Ausflüge in die Genres des klassischen Hard Rock, wohlig-wärmender Folklore und sogar (ob man es jetzt nun glauben kann oder nicht) des subtil angehauchten Doom Metals.

Alles in allem kann man Baldachin und Yugoth eine wirklich exzellente (und ebenso mutige) Weiterentwicklung im Bereich ihrer nicht gerade kleinen Klangwelten eingestehen, die ausgewogener und wärmer nicht klingen könnten. Dies kann aber mit Sicherheit auch daran liegen, dass man bei den hiesigen Gesangsaufnahmen einen eher ungewöhnlichen Weg wählte: So sind nahezu alle Gesangsparts auf “The Grimalkin“ sogenannte „First Takes“ (= unbearbeitet Erstaufnahmen) und wirken von daher automatisch natürlicher und wohltuend authentisch (zumal man so einen noch deutlicheren Eindruck von Baldachins kräftiger Stimme erhält). Die Gesangseinlagen versprühen m.u. sogar einen Charme, der süchtig macht und die monumentale Laufzeit der Lieder nahezu vergessen lässt. Man ist einfach gebannt und erstaunt darüber, wieviel (unangepasster?) Bombast und Esprit hinter den eher unscheinbar wirkenden Songtiteln des Albums steht! Man sollte es wirklich selbst gehört haben, um es glauben zu können...

Das inhaltlich jeder der drei Songs ein sogenanntes „Eigenleben“ führt, mag zwar in ersten Moment vielleicht etwas verwundern, stellt sich aber im Umkehrschluss als einzig wahre und richtige Entscheidung heraus (schon allen eben wegen der thematischen Abwechslung). Als Beispiel soll hier gerade der Titeltrack “The Grimalkin“ dienen: So diente hier als Inspirationsquelle ein Bild des norwegischen „Geistermalers“ Theodor Kittelsen. Man kann eine alte Hexe betrachten, die fleißig arbeitend an ihrem Webstuhl sitzt (welcher sich direkt an einer tiefen Bergschlucht befindet) und von dort aus das „Böse und Niederträchtige“ in die weite Welt hinab spinnt... Versetzt mit einigen düsteren Elementen des Horror-Kultautors H.P. Lovecraft, entstand mit “The Grimalkin“ eine eigenwillige (aber zugleich innovative) Parabel auf das Böse, welches schon von Urbeginn der Menschheit an ein Teil unserer Welt ist.

Noekk schaffen auf ihrem aktuellen Werk nahezu perfekt den Sprung von natürlichen und übernatürlichen Erzählungen, die sich überschneiden, verbünden und manchmal sogar schon immer eins waren. Als „Kontrast“ hierzu harmoniert Baldachins wärmender Gesang ungemein wohltuend und mitreißend. “The Grimalkin“ ist ein fesselndes und intelligentes Werk voller Magie und Zauber geworden, das (verdientermaßen) in jedem Falle seine Hörerschaft finden wird... Also nichts wie los und den nächsten Waldspaziergang ins Auge gefasst! Und wer weiß, vielleicht wird man dann den Wald und seine Bewohner mit einer ganz anderen Sichtweise betrachten dürfen...

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