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Nocte Obducta: Aschefrühling

Über jeden Zweifel erhaben
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal, Avantgarde
Spielzeit: 11:52
Release: 06.12.2005
Label: Supreme Chaos Records

Die Tage von Nocte Obducta sind gezählt, denn bekanntlich wird das hoffentlich bald erscheinende "Sequenzen einer Wanderung" das letzte Album dieser Formation sein, die wohl zum Besten gehört, was der avantgardistische Black Metal zu bieten hat.

Aber Kopf hoch! Schon am 29.09. veröffentlichen Agrypnie - das neue Projekt des Nocte Obducta - Sängers Torsten Hirsch - mit „F51.4“ ihr Debütalbum (das Review wird schon bald hier zu lesen sein) und auch Bassist Patrick arbeitet zur Zeit an seinem neuen Projekt Melkor. Selbst wenn dies vielleicht nicht ganz die Wunden der Fans heilen wird, so ist es doch zumindest etwas, das von dieser Band auf jeden Fall überleben wird.

Schon vor geraumer Zeit erschien die „Aschefrühling“ - Single, die zwar für Neueinsteiger nicht unbedingt essentiell, aber für die treue Fanschar ein mit Sicherheit schönes Geschenk ist. Vorweg muss natürlich gesagt werden, dass diese Single nicht wirklich neues Material beinhaltet, denn der Titelsong war schon auf der Vinyl - Version der „Stille“ EP vorhanden und der zweite Song „Vorbei“, der nun mit einem neuen Mix glänzt, war ebenfalls Bestandteil dieser EP. Deshalb muss also jeder für sich entscheiden, ob sich der Erwerb dieser Single für ihn wirklich lohnt.

Kommen wir also zu den Songs; der Titelsong “Aschefrühling” beginnt zunächst mit einem äußerst schleppenden Riff, welches aber bald schon von einer kräftigen Doublebass begleitet wird. Doch erst mal nehmen Nocte Obducta das Tempo wieder aus dem Song heraus und ein beschwörender Sprechgesang setzt ein. Der sehr ordentliche Refrain des Songs lebt von seinem Zusammenspiel aus keifenden Black Metal und cleanen Vocals. Dies gibt dem Refrain eine sehr emotionale Note und Nocte Obducta schaffen es so, den Hörer enorm mitzureißen. Nachdem der Refrain dann noch einmal wiederholt wird, verabschiedet sich der Song auch schon wieder und das drastisch einbrechende Outro des Songs erweist sich als ebenso schleppend wie der Beginn von “Aschefrühling”.

Beim zweiten Song “Vorbei” stehen dann wieder klar die Black Metal - Einflüsse im Vordergrund und dieser Song gefällt mir sogar noch eine Ecke besser als der eh schon tolle Titelsong. Vor allem die vielen unterschiedlichen Parts machen “Vorbei” zu einer äußerst interessanten Angelegenheit und untermauern nochmals die überragenden Qualitäten dieser Band, die nicht nur mir jetzt schon irgendwie fehlen.

Fazit: Entscheidet selbst, ob ihr diese Veröffentlichung braucht. Lange warten solltet ihr aber nicht, denn die EP ist auf eine geringe Stückzahl limitiert... Die Songs sind natürlich über jeden Zweifel erhaben und rechtfertigen die hohe Bewertung!

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