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Nitrogods: Rats & Rumours

Straßenrock auf Plastik
Wertung: 7,5/10
Genre: Rock`N´Roll/ Hard Rock
Spielzeit:
Release: 17.10.2014
Label: Steamhammer/ SPV

Vorsicht Abstinenzler, Ökostromnutzer, Veganer, Weltverbesserer, E10-Tanker und Radfahrer! Dieses Album ist nichts für euch! Die Nitrogods sind zurück und sie kommen so nihilistisch daher, dass selbst Al Bundy vor Neid erblassen würde. Das zweite Album des Trios trieft gerade so vor verbleitem Benzin, Whisky, Motoröl und Schweiß. Wenn man sich auf den Tanz mit den dreien einlässt, dann begibt man sich auf einen Roadtrip ohne Geschwindigkeits- oder Promillegrenzen.

So oder so ähnlich kann man die neue Scheibe des Trios ganz gut einleiten. Die Nitrogods reißen eine Rocknummer nach der anderen auf. Dabei variiert das Spektrum von schnellen Hard-Rock-Krachern (Lemmy lässt grüßen) bis hin zu bluesigen Nummern im Stile von alten AC/DC.

Den Einstieg macht der Titelsong. Ziemlich flott geht es da zur Sache. Man groovt sich recht schnell ein mit der Platte. Auch die zweite Nummer geht noch flott von der Hand. Bereits „Irish Honey“ geht aber in eine andere Richtung. Deutlich chilliger kann man sich hier ein Bierchen in den Hals kippen. Barsound sozusagen. Saufmucke könnte man es auch nennen. Wer aber denkt, die Nitrogods hätten nun ihr Pulver verschossen, der irrt. Mit „Automobile“ zieht die Combo schon wieder an. Der nächste Genickschlag ist aber „Damn Right (They Call It Rock`N´Roll)“. Hier geht der Punk wieder gut ab. Im Anschluss folgt eine kleine Berg- und Talfahrt, die aber mit den letzten Kompositionen noch mal richtig Fahrt aufnimmt. Nachdem „Whisky Supernova“ durch ist, fühlt man sich tatsächlich, als hätte man gerade eine halbe Flasche des Malzgetränks konsumiert.

Der Sound ist eine der geilsten Aspekte an der Scheibe. Die Platte klingt so sehr ehrlich und fast schon live, da meint man schnell mal, dass die Band im Wohnzimmer steht. Das Schlagzeug klingt sauber und sehr natürlich, die Gitarren würden im Proberaum genauso aus dem Amp kommen und auch der Gesang ist einfach nur Gesang. Ohne tausend Orchesterstimmen oder anderem Schnickschnack. Ein ehrlicher Deal sozusagen.

„Rats And Rumours“ ist ein tolles Album, das durchaus beeindrucken kann. Vor allem durch die geradlinigen Songstrukturen gehen die Stücke auch gut ins Ohr und die Scheibe hat das Potenzial, jede Party aufzulockern. Hier schleicht sich aber auch der Fluch des Silberlings ein. Der Abnutzungsfaktor ist relativ hoch. Da auch innerhalb der Platte keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Songs herrschen und größtenteils auch noch im gleichen Geschwindigkeitsbereich gearbeitet wird, läuft sich die Sache auf Plastik relativ schnell tot. Live sieht die Sache ganz anders aus. Da ist die Band eine Macht.

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