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Nik Page: Sinmachine

Ein großes Stück elektronische Zukunftsstimmung
Wertung: 7.5/10
Genre: Gothic Electro
Spielzeit: 0:0
Release: 13.09.2004
Label: Edel Records

Ex-Blind Passengers Sänger Nik Page hat nach der Auflösung der Band sein Geschick schon einmal in seinem Solo-Projekt "Nik Page And The Sacrifight Army" unter Beweis gestellt. Nun unternimmt er mit seiner neuen Veröffentlichung wieder eine Reise in die Welt der "sündigen Maschinen" mit einer äußerst ansehnlichen Gästeliste.

Ging es bisher bei Herrn Page, auch zu Zeiten der Blind Passangers, durchweg nur Englisch zu, so ist auf dieser CD erstmals auch auf deutsche Texte gesetzt worden. Dies konnte man schon auf der vorab veröffentlichten Single ("Dein Kuss") hören, die mit Joachim Witt und Dara Pain eingespielt wurde, und die Funktionalität eines Goth’ Rock-Songs aufzeigt: Einprägende Instrumentierung, stimmungsgeladener Gesang und ein Refrain, der mitreißt ohne jedoch den Song zu zerreißen. Dieses Konzept wird auch auf dem Rest des Albums gut beachtet, und bringt der Scheibe eine durchdachte Struktur.

Als weitaus größerer Schwerpunkt sei jedoch die umfassende Liste der Gastmusiker genannt, wobei Nik Page an seine erste Solo-CD anknüpft, auf der auch schon Bands wie Subway To Sally, Letzte Instanz und weitere zu hören waren. Diesmal hat er Tanzwut, Angelzoom, Eva Poelzing von Blutengel und Dirk Scheuber von Project Pitchfork eingeladen. Das Mitwirken immer wechselnder Musiker ist ein Punkt, auf den Page besonders zu achten scheint und es bereichert den Stil um viele interessante Komponenten.

Doch auch auf sich allein gestellt weiß Nik Page den Hörer zu unterhalten, wenn auch manche Stücke (wie zum Beispiel das vom ersten Eindruck her simple "Black Mail Generation") sich nicht sofort in die Ohren einschmeicheln. Doch da die CD eben jene, eingangs erwähnte "Struktur" besitzt wird man nach erneutem Genuss der Platte langsam den Stücken immer wohlgesonnener, und entdeckt, sowie schätzt, schließlich ihren Platz auf der CD. Denn Lieder wie etwa "Sincity" leben einfach durch den Kontext und das Umfeld, welches die CD erschafft. Hier wird versucht, eine Welt zu beschreiben, die uns eines Tages widerfahren könnte, so wir nicht erkennen, dass die Maschinen uns nicht immer vom Vorteil sind, sondern oft auch uns verführen, uns ohne auch nur ein Wort, zu ihren Sklaven machen; uns zum Sündigen treiben. Dies jedoch kann mit einem aufgeschlossenen Umgang, und vor allem der ausgeglichenen Verwendung von Moderne und Tradition zum Wohl Menschen genutzt werden.

Obwohl man in dieser stählern-maroden Düsternis stets von Nik Page und seiner Musik geführt wird, gibt es dennoch einige Stellen, bei denen irgendwas zu fehlen scheint, und man das Gefühl hat einen Schritt ins Bodenlose getan zu haben. Man wird dann, nach einem kurzen Fall, von der nächsten Ebene des Albums aufgefangen. Nichtsdestotrotz ist dieses Werk eine Bereicherung für das CD-Regal, da auch die Umgebung der CD wohlgestaltet ist. So ist das Booklet etwa weitaus opulenter als gewöhnlich ausgelegt (20 Seiten), und man wird durch die stimmige Aufmachung der Platte gut auf die bevorstehende Musik eingestimmt. Im Rückblick also eine Leistung, die uns ein großes Stück elektronische Zukunftsstimmung beibringt, aber uns dies Ganze nicht in triefend schwerer Sirupform zu löffeln gibt. Schön abgeschmeckt in einem Whisky Sour wird Musik und Thematik zu einem stimmigen Gemisch. Vielleicht fehlt noch ein Schuss Grapefruit darin, doch mag man die CD auch so gut genießen.

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