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Nightstalker: Use

Rock, der direkt in die Beine geht
Wertung: 8/10
Genre: Stoner Rock, Heavy Rock
Spielzeit: 65:51
Release: 01.05.1996
Label: Arcane Angels

Die Griechen Nightstalker dürfen nächstes Jahr bereits 30-jähriges Bandjubiläum feiern, die erste Full-Length-Scheibe „Use“ erblickte immerhin bereits 1996 das Licht der Welt, gerade mal zwei Jahre nach der starken Erstlings-EP „Side FX“. Falls die Truppe damals schon so etwas wie eine Fanbase hatte, wurde die Latte für das Debüt-Album sicherlich hoch gelegt, hatte sich der Vierer doch auf „Side FX“ schon mit starkem Stoner-Rock präsentiert, auch wenn die Truppe von allen Genrebezeichnungen, die spezifischer sind als „Rock“ nicht viel zu halten scheint. Bei dem Sound müssen sie sich den Schuh aber anziehen, notfalls mit Gewalt.

Das Line-Up hatte man so beibehalten und auch die Wucht, mit der gleich der erste Track „Give Me“ aus den Boxen poltert, schließt eigentlich nahtlos an die Erstveröffentlichung an. Beim Titelgeber „U.S.E.“ und seinen schleppenden Stoner-Passagen kristallisiert sich auch immer deutlicher heraus, wie perfekt Argys Stimme zum Sound passt und wie massiv der Grieche die Tracks klingen lassen kann. Da bietet das instrumentale „U.F.O.“ eine geradezu willkommene Verschnaufpause, bevor die Jungs mit dem ohrwurmig-dreckigen „My Turn“ ordentlich Cowbell auflegen und fast schon zum Tanz bitten.

„Trigger Happy“ kann dann noch mal ordentlich punkten und das obwohl, oder vielleicht gerade weil Argys Gesang beileibe nicht immer perfekt klingt, sogar ein paar schiefe Töne hören lässt, dann aber mit jenseitigem Geschrei wieder für Begeisterung sorgt und sowieso nicht immer jeder Ton auf die Goldwaage gelegt werden muss. Fast schon romantisch dann der Einstand zu „This Is U“ mit seiner einsamen Gitarrenspur und dem klaren (naja, beinah klaren) Gesang – lange halten Nightstalker aber natürlich nicht den Fuß auf der Bremse.

„Tell Me About It“ kommt zwar wieder gewohnt druckvoll daher, verliert dann im Refrain aber ein wenig an Beißkraft und beinhaltet eine der wenigen Längen auf dem beinah 66 Minuten langen Album. Sehr cool kommt dann auch „Ghost Song“ mit dem teils beinah Osbourne‘schen Nöl-Gesang, den Argy aber doch mit deutlich mehr Charme zu transportieren vermag, sodass der Track sich auch dank seiner melodischen Einsprengsel auf die Liste der Anspieltipps schummeln kann.

Dass man auch nach einer knappen Stunde und dem deutlichen Neunziger-Vibes verbreitenden „Half Face Of God“ mit seinen verzerrten Crossover-Vocals noch nicht genug von der Truppe hat, spricht eigentlich für sich. Mit ihrem ersten Full-Length konnten Nightstalker Mitte der Neunziger ihren Ruf festigen, den die EP zwei Jahre vorher schon ins Rollen gebracht hatte. Auch für heutige Standards gibt es da wenig bis gar nichts zu meckern.

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