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Nightstalker: Superfreak

Ein weiteres Highlight im Backkatalog der Griechen
Wertung: 9/10
Genre: Stoner Rock, Heavy Rock
Spielzeit: 46:21
Release: 07.09.2009
Label: Meteorcity

Ganze fünf Jahre haben Nightstalker aus Athen benötigt, um den Nachfolger ihrer „Just A Burn“-Platte einzuspielen. War selbige noch stellenweise überraschend ohrwurmtauglich ausgefallen, wird der Hörer auf der neuen Scheibe „Superfreak“ gleich mit einem Paukenschlag und dem absoluten starken Opener „Enough Is Not Enough“ begrüßt, der sicherlich zu den stärksten Songs gehört, die die Griechen jemals abgeliefert haben.

Mittlerweile hat Sänger Argy den Drummerposten abgegeben und die Truppe hat sich wieder zum Quartett gemausert. Ist vielleicht auch besser so, denn nun kann der Fronter sich voll und ganz auf seinen Posten am Mikro konzentrieren. Wenn man sich die Liveperformance von 2017 zurück ins Gedächtnis ruft, bleibt es auch fraglich, ob der Mann den Gig mit dem Doppelposten überhaupt überlebt hätte, musste er doch auch so schon von der Bühne getragen werden. Ist halt doch nicht mehr der Jüngste und man kann ihm sicherlich einen recht regelmäßigen Substanzkonsum über die letzten Jahre unterstellen.

Nichtsdestotrotz: Mit Argy haben Nightstalker einen absoluten grandiosen Sänger in ihren Reihen. Von provokant über angepisst, schmeichlerisch und wie bei der „Just A Burn“-Ballade „Explode“ beinah verletzlich – der Mann kann einfach alles und klingt immer 1A. Und die ganze Band scheint zu profitieren: Während das letzte Album zwar musikalisch super ausfiel, blieb doch immer das Gefühl, dass man etwas habe erzwingen wollen – auf „Superfreak“ scheinen Nightstalker wieder zu alter Leichtigkeit zurückgefunden zu haben und sich auf Songs wie „Heavy Mental“ auch instrumental austoben zu wollen, überzeugt der Track doch mit genialen Gitarren, die zwischen Party-Beschwingtheit und Apokalypse pendeln.

Ein grooviger Titelsong nimmt uns mit auf eine recht entspannte Stoner-Reise, auch hier kosten Nightstalker ihr Ohrwurm-Potenzial wieder voll aus, ohne auch nur einmal die steinigen Rockpfade zu verlassen; „The End Of War“ verbreitet dann mit der Zeile „Stop shooting now“ als Protestsong fast schon Siebziger-Feeling und kommt mit ordentlich schwurbeligen Gitarrensoli daher, während auch die eher zornige Seite der Griechen auf Songs wie „Stain“ oder dem zynischen „Zero Hero“ nicht zu kurz kommt. Spannend ist hier tatsächlich, dass die Band jede Emotion authentisch und unaufgesetzt transportieren kann – keine Spur von Stoner-Monotonie oder dem oftmaligen big-balls-Gehabe vieler Rockbands.

„Superfreak“ mag im September zehnjähriges Jubiläum feiern, kann sich aber immer noch hören lassen und gehört sicherlich mit zur Rock-Speerspitze. Die Platte liefert eine sinnvolle Weiterführung des „Just A Burn“-Sounds, ohne sich glücklicherweise noch mehr in Richtung ohrwurmiger Arrangements zu bewegen. Stattdessen herrscht wieder die altbekannte und beliebte Räudigkeit vor, die „Superfreak“ zu einem weiteren Highlight im Backkatalog der griechigen Rock-Institution macht.

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