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Nightstalker: Side FX

Die Anfänge einer großartigen Band
Wertung: 8,5/10
Genre: Stoner Rock, Heavy Rock
Spielzeit: 23:58
Release: 23.10.1994
Label: The Lab Records

Wer jetzt zuerst das Veröffentlichungsdatum hier links gelesen hat, wird sich zunächst mal an den Kopf fassen, immerhin hat die erst EP „Side FX“ der Griechen Nightstalker mittlerweile schon satte 25 Jahre auf dem Buckel. Eigentlich kein Grund, sich noch eine Review aus den Rippen zu leiern. Nun veröffentlichen die Stoner Rocker aber im Oktober ihre neue Scheibe „Great Hallucinations“ und da die Herrschaften vor zwei Jahren auf dem Hell Over Esslingen trotz des deutlich angeschlagenen Sängers Argy, der schließlich von der Bühne getragen werden musste, voll und ganz überzeugen konnten, ist mittlerweile der Erwerb sämtlicher neuer Alben obligatorisch geworden. Bevor also die neue Platte einen Platz im The-Pit.de-Archiv findet, sollten der Vollständigkeit halber auch die bisherigen Releases berücksichtigt werden.

Zu Zeiten der „Side FX“ war der Sänger nicht nur mit Vocals, sondern auch mit Drumming betreut, was sich gottlob mittlerweile geändert hat. Düster-dumpf war die Truppe aus der griechischen Hauptstadt aber damals schon unterwegs, die Produktion zeigt sich aber sowohl für Stoner- als auch für Neunziger-Verhältnisse ziemlich transparent, ohne den genretypischen Schmutz komplett aus den Boxen zu entfernen.

Herausgekommen sind damals fünf teils recht finstere Songs, getragen von tief gestimmten Gitarren und Argys teils deutlich umnebelt wirkenden Gesang, inspiriert von okkultem Siebziger-Rock und staubigem Wüstensound. Sicherlich den herausragendsten und irritierendsten Track der Scheiblette stellt „Mad Prophet“ dar, in dem der Fronter dem Songtitel alle Ehre macht und zwischen Knurren, fast normalem Gesang und in den Hintergrund gemischten, gequälten Vocals so ziemlich alles bietet, was Nighstalker auch heute noch ausmacht.

Mit reichlich wütendem Garagensound gehen die Griechen dann bei „Keep Knockin‘“ vor, das nicht nur deutlich schneller als der Rest der EP daherkommt, sondern auch mit einigen Shouts aufwartet, die man so gar nicht unbedingt erwartet hätte. Vergegenwärtigt man sich dann den Zustand des Sängers in Esslingen 2017, kann man sich kaum vorstellen, dass der Mann diese Qualität über all die Jahre gehalten hat – und noch imstande ist, sich die Texte einigermaßen zu merken.

Den Drive, den Songs wie „Spit“ ausatmen, haben Nightstalker sich vielleicht 1994 aufgebaut, aber tatsächlich bis heute behalten können. Wer sich „Side FX“ damals zu Gemüte geführt hat, hat vielleicht schon ahnen können, dass die Truppe in der heimischen und mittlerweile auch europäischen Stoner-Szene ordentlich Staub aufwirbeln wird. Der Erstling positioniert sich zumindest schon mal im oberen Bewertungsbereich – da ist nur noch wenig Luft nach oben.

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