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Nightstalker: Dead Rock Commandos

Nighstalker übertreffen sich selbst
Wertung: 10/10
Genre: Stoner Rock, Heavy Rock
Spielzeit: 40:17
Release: 01.09.2012
Label: Small Stone Records

Wir springen drei Jahre nach vorne, die 2009er Veröffentlichung „Superfreak“ konnte mittlerweile sacken und die Griechenland-Rocker Nightstalker stehen mit der neuen Scheibe „Dead Rock Commandos“ auf der Matte, die übrigens ebenso wie ihr Vorgänger nur mit etwas Mühe und finanziellem Einsatz als Gebrauchtversion bei den einschlägigen Sammlerportalen online zu finden war. Unter neuen Labelfahne, aber mit alten Sound präsentieren die Herren um Sänger Argy zehn Tracks, die mit knapp 40 Minuten zu Buche schlagen – alles beim Alten also, aber keineswegs langweilig, das wird schon beim ersten Durchlauf klar.

Nachdem Argy erst beim Vorgängeralbum überhaupt offiziell den Drummerposten aufgegeben hatte, darf man sich nach nur einer Scheibe schon wieder an einen neuen Schlagzeuger gewöhnen. Scheint wohl eine nicht ganz einfache Position zu sein im Hause Nighstalker.

Dem Hörer machen die Griechen es allerdings überhaupt nicht schwer, sich ohne Eingewöhnungsphase sofort wieder in den erdig-trockenen Sound der Urgesteine einzufinden; schon der Opener „Go Get Some“ mit seinem hypnotischen Gitarrenintro beweist einmal mehr, dass die Mannen noch nicht gewillt sind, das Zepter allzu bald an die jüngere Generation abzugeben und auch hier kann wie schon beim Vorgänger der Titeltrack sehr wohl aus perfektes Aushängeschild für den Rest des Albums herhalten.

Zur Mitte hin haben Nightstalker ein fantastisches Songtrio auf die Tracklist gepackt: „Children Of The Sun“ markiert beinah schon einen Lovesong und fällt mit seinem verzerrten Gesang zu Beginn ordentlich aus dem Rahmen, dazu die beinah spacigen Samples – natürlich schalten sich bald bratende Gitarren ein, die den Track wieder in rockigere Gefilde lenken. „Back To Dirt“ bewegt sich dann eher wieder auf klassischen Siebziger-Psychedelic-Pfaden, getragen von Argys genialer, immer etwas nasaler Stimme und ordentlichen Basslines mausert sich der Track schnell zu einem der absoluten Highlights und auch das verdrogte „Keystone“ mit seinen genialen Gitarren erobert die Punkteskala im Sturm. Daran ändert auch der x-te Durchlauf nichts – Nightstalker machen einfach alles richtig und bewegen sich geschmeidig zwischen Eindringlichkeit und Lässigkeit.

„Rockaine“ ist dann ein weiterer Brecher, der die Idee der Anspieltipps allmählich ad absurdum führt. Allmählich wird klar: „Dead Rock Commandos“ ist die bis dato stärkste Platte der Griechen. Keine Ausfälle, sondern starke Stücke, die nachdrücklich klarmachen, wie Nighstalker sich auch außerhalb der heimische Rockszene so viele Jahre halten und ihre Fanbase regelmäßig vergrößern konnten. Da kann man mit sich hadern, so lange man will, am Ende landet „Dead Rock Commandos“ doch bei der vollen Punktzahl. Die Folgescheibe wird ein schweres Erbe anzutreten haben.

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