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Nightstalker: As Above, So Below

Kann nicht ganz an den Vorgänger anschließen
Wertung: 8,5/10
Genre: Stoner Rock, Heavy Rock
Spielzeit: 42:44
Release: 07.10.2016
Label: Oak Island Records

Knapp vier Jahre nach dem letzten Album „Dead Rock Commandos“ melden sich die griechischen Nightstalker mit der bis dato aktuellen Scheibe „As Above, So Below“ wieder und versuchen ein heftiges Erbe anzutreten, war die Vorgängerscheibe doch mit das Stärkste, was die Herren in ihrer immerhin seit 1990 andauernden Karriere vom Stapel gelassen haben. Das Cover der aktuellen Platte lässt schon mal hoffen und auch Titel wie „Space Matter“ oder „Zombie Hour“ schüren die Vorfreude nochmals.

Dass Nightstalker auch im unfassbaren 26. Jahr ihrer Karriere noch nicht zu den alten Hasen zählen, beweisen sie relativ schnell mit dem Opener „Naked Fire“, bei dem sich vor allem Sänger Argy, der ja immerhin den dienstältesten Nightstalker darstellt, wieder voll verausgabt. Ja, man hört deutlich, der Mann ist keine 20 mehr – aber genau das macht einen nicht unbeträchtlichen Charme aus, der sich auf allen neun Stücken von „As Above, So Below“ fortpflanzen kann. Schon zu Beginn fällt aber aus, dass mit deutlich mehr Hall gearbeitet wird; ganz im Sinne des Coverartworks scheint man sich ein bisschen psychedelischer auszurichten als noch beim Vorgängeralbum. Sicherlich Geschmackssache, aber auch hier kriegen Nighstalker einwandfrei die Kurve.

Das deutliche dreckigere „Zombie Hour“ könnte man dann gut und gerne als Bandhymne bezeichnen, richtet sich doch an alle Freaks, die des Nachts durch die Straßen streifen – versehen mit flirrenden Gitarrensoli und quietschigen Samples ist der Track genau das Richtige für eine gelungene Partynacht, während sich das nachfolgende „The Dog That No-One Wanted“ mit seinem „But you are so beautiful to me“ fast schon als Liebeslied entpuppt, wenn auch mit einer etwas schrägen Gesangesstruktur.

„Forever Stoned“, so niederschwellig der Titel auch klingen mag, bietet dann einen schönen Anspieltipp, vereint er doch wieder Argys nasal-genervte Gesänge mit fast Grunge-lastigen Gitarren und einem Refrain, den man sicherlich – ja, auch stoned schnell mitsingen kann. Das folgende „We Belong To The Dead“ kommt dann schon deutlich gruseliger daher, auch hier stehen die Vocals sehr deutlich im Vordergrund, auf großartigen Hall und starke Verzerrung wird verzichtet, stattdessen schleppt sich der Track gemächlich wie ein Todeshauch durch die Boxen. Ganz großartig dann auch das stampfende „My Electric Head“, das einmal mehr beweist, welches Glück die Truppe mit ihrem Sänger hat – besonders hervorzuheben sind aber auch die genialen, absolut einprägsamen Drums, die für fast lauernde Stimmung sorgen.

So ganz an den Vorgänger anschließen kann „As Above, So Below“ unterm Strich leider nicht, aber eigentlich war das auch ein fast unmögliches Unterfangen, ist den Griechen doch mit „Dead Rock Commandos“ ein perfektes Album gelungen. „As Above, So Below“ kann sich aber immer noch sehen und hören lassen und stellt eine sinnvolle und auch weiterhin sehr gute Backkatalog-Ergänzung dar, die die Wartezeit auf die neue Scheibe, die Anfang Oktober erscheinen wird, auch im dritten Jahr noch verkürzt.

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