Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Nights Like These: The Faithless

Material, das polarisiert
Wertung: 4.5/10
Genre: Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 26:43
Release: 30.06.2006
Label: Victory Records

Nights Like These…wie wahr, wie wahr. Es würde mich mal interessieren, auf welche Ereignisse sich der Bandname dieser Formation aus Memphis, US of A beruft. Totalabsturz? Das erste Mal? Nichts Genaues weiß man nicht. Fakt ist, dass ich den Namen erst etwas gewöhnungsbedürftig, mittlerweile aber recht lustig finde. Aber: Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch. 

Darum mal weg davon und zum eigentlichen Longplayer „The Faithless“ abgebogen. Die Amis legen mit diesem Silberling ihr Debüt für Victory Records vor, die ja bekannt für derbe Töne sind. Und genau diese gibt es auf dem Album mehr als genug. Es schiebt und drückt, fiepst und knarrt an allen Ecken und Enden. Das Label spricht unter anderem auch von einem Vergleich mit The Black Dahlia Murder. Ich frage mich eigentlich wieso, denn außer den Produzenten haben beide Bands nicht viel gemeinsam.

Aber nun mal Butter bei die Fische, wie man so schön sagt. Nights Like These hauen uns hier eine sehr schwer verdauliche Kante Musik um die Ohren. Ein fieser, schleppender Hardcore/Metal-Mix mit dem ein oder anderen sehr kurzen Wutausbruch Richtung Blastbeat. So will ich mal die Formel aufstellen. Handwerklich auf sehr hohem Niveau, ohne Frage. Gerade der Drummer ist fit wie ein Turnschuh, muss er doch die tausende von Breaks immer punktgenau betonen. Und da sind wir auch schon beim Thema: tausende von Breaks. Für mich geht schon nach kürzester Zeit im Laufe des Songs der Faden verloren. Ich werde dabei das Gefühl nicht los, dass permanent Riffs aneinandergereiht, dann sehr oft eine noisige Gitarrenfigur draufgepackt und das alles als Song verkauft wurde. Daher pfeifft die Scheibe rechts rein und links wieder raus. 

Sinngemäß meint die Labelinfo, dass Nights Like These einen hypnotischen Groove haben, der vielen anderen Bands des Genres fehlt. Hm, ich konnte ihn beim besten Willen nicht entdecken. Was ich wahrnehmen konnte, ist der glasklare Sound. Der verlangt nach dem Prädikat: ausgezeichnet.

Nights Like These werden polarisieren, da bin ich mir sicher. Die einen werden „oberste Tonkunst“ schreien, die anderen „absoluter Murks“. Ich setz mich genau zwischen diese beiden Stühle mit der Tendenz zum letzteren. Darum lass ich meine Kaufempfehlung tief im Rucksack, will aber jeden zu einem Testhören verführen, der sich in konfuse Sound- und Songstrukturen fallen lassen kann. 

Eine kleine Anmerkung sei noch erlaubt: Die Spielzeit von knapp 27 Minuten ist wirklich ein Witz. Das ist doch maximal eine EP und kein Album.

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann