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Nightbitch: Chainmaker

Für Danzig-Fans ein gefundenes Fressen
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 11:06
Release: 26.03.2013
Label: Ear One Productions

Weitestgehend unbekannt dürften hierzulande noch die aus New Haven, Connecticut, stammenden Nightbitch sein, die wie schon der Bandname hergibt, ganz sicher keine Kinder von Traurigkeit sind, spielen sie doch ganz gerne mit den Klischees rund um Sex und Okkultismus. Seit etwas mehr als drei Jahren basteln sie nun an ihrem Weltruhm, veröffentlichten ihre erste EP 2010 mit dem Titel „Sex And Magic“ zuerst auf Tape, danach noch auf limitiertem Vinyl – beide Varianten sind übrigens auch schon komplett vergriffen – um im Februar 2013 mit dem 2-Track-Tape „Peculiar Worship“ nachzuziehen. Mit „Chainmaker“ legen sie jetzt schon zügig eine 3-Track-EP nach, die es als einseitig bespielte Vinyl-12“ auf schmale 250 Einheiten schafft – schon jetzt ist klar: Wer zu spät kauft, den bestraft Ebay.

Wer sich mit der EP beschäftigt, wird sich schnell mit dem Arsch auf Glatteis befinden, denn, verdammte Hacke, Schlagzeuger und Sänger in einer Person Chris Taylor hört sich dabei so sehr nach Glenn Danzig an, dass man glatt meinen könnte, hier hätte sich der Ex-Misfits, Ex-Samhain-Mainman ein neues Betätigungsfeld gesucht. Ursprünglich war ja Phil Swanson am Mikrofon, der einst auch bei Atlantean Kodex, Seamount oder Vestal Claret aktiv war. Der ist aber nun schon etwas länger nicht mit mehr von der Partie und hatte lediglich die Debüt-EP von 2010 eingesungen.

Egal, auch ohne ihn funktioniert die Mischung ganz prächtig, allen voran beim doomig angelegten „Disrober“, wo nicht nur gesanglich, sondern auch von der Songstruktur Parallelen zu Danzig offensichtlich sind. Der Titeltrack „Chainmaker“ wird zwar etwas sperrig durch Bass und einige Hi-Hat-Schläge eingeleitet, entwickelt sich dann aber in einen hartrockigen Heavystampfer und punktet vor allem mit einem Refrain, den man schon beim ersten Mal draufhat, ohne dass er banal durch die Rockgeschichte wandert. Den Abschluss der EP bietet die Coverversion von Deep Purples „Into The Fire“ (eine der Bands, die wohl mit am meisten gecovert wird), wo das Grundgerüst des Songs richtig gut wiedergegeben und interpretiert wird. Highlight hier ist aber die glennsche Stimmfärbung, die zwar mit einigen eigenen Ideen aufwartet ohne aber die Charakteristika des Songs zu verbauen.

Viele Mängel hat diese EP nicht, es sein denn, man stört sich am sexistischen Artwork. Musikalisch gründeln Nightbitch stark im Danzig-Fahrwasser, was vor allem an der Stimmfärbung von Sänger Chris liegt. Aber auch instrumental sind einige Parallelen auszumachen. Trotzdem: Ein fettes Muss für alle, die ihren Musikgeschmack in diesem Bereich einpendeln. Als Bonus mag dann noch das Schmankerl der auf 250 Einheiten limitierten Vinylplatte dienen.

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