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New Deadline: To Hope

Ein Hoch auf die Hoffnung
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Punkrock
Spielzeit: 30:35
Release: 23.03.2018
Label: Redfield Records

Wenn man sich 2006 in der alternativen Musikszene niedergelassen hat, kam man zwangsläufig fast nicht darum herum, sich das Prädikat „Emo“ auf die Stirn zu schreiben. Mittlerweile haben sich die Finnen New Deadline zwar größtenteils davon emanzipieren können, ein bisschen Emo schwingt aber in der Melodic-Punkrock-Mischung der Jungs um Sänger Jona Aaltio doch noch mit, was dazu führt, dass viele der Songs der neuen Scheibe „To Hope“ streckenweise wie eine Mischung aus (älteren) 30 Seconds To Mars und Rise Against klingen – keine schlechte Kombination also, und ein Versuch, dem vorherrschenden Negativismus und Pessimismus entgegenzuwirken.

Auf ein teures Aufnahmestudio haben die Finnen verzichtet, stattdessen mietete man sich zwei Ferienhäuser in der Heimat und ein kleines Kellerstudio direkt neben dem Proberaum, um dem Ganzen einen DIY-Charakter zu verleihen. Herausgekommen ist ein warmes und ehrliches Album, bei dem sogar solch ruhige Stücke wie „Gothenburg“ nicht fehl am Platz wirken und keinen Kitsch verbreiten. Ein fast schon überraschender Song, denn auf der restlichen Spielzeit preschen die Jungs eher extrovertiert nach vorne („Evelyn“) und schaffen sogar regelrechtes Aggressionspotential wie im Opener „Runaway“, bei dem Sänger Jona schon mit teils rauer Stimme arbeitet.

Auch der Titeltrack der Platte macht ordentlich Stimmung und lädt gerade live sicherlich zum Feiern an: „Raise your glass to hope“ könnte sich zu einem wahnsinnig guten Shirt- oder Tattoo-Spruch entwickeln. Wer mit so einer geballten Portion Optimismus nicht umgehen kann, sollte vielleicht auch nicht weiterhören, denn gerade die Refrains der meisten Songs auf „To Hope“ knallen vor lauter Begeisterung; ein schönes Beispiel ist das ohrwurmige „We Were Kids Back Then“, das so auch gut von einer beliebigen (guten!) US-amerikanischen Punkrockband hätte stammen können, „Bite That Lip“ hat dann fast schon Fifties-Charakter, während „Black Tree“ ein bisschen Indie-Feeling aufkommen lässt und im Refrain überraschend aggressiv auftritt.

So bedienen sich New Deadline munter bei allen möglichen Rock- und Punk-Subgenres, garnieren alles mit ihrem ganz eigenen Hippie-Beigeschmack und heraus kommen dann solche Perlen wie „This Generation“, das mit teils richtig schön angepisstem Gesang und einem ohrwurmlastigen Refrain einen der stärksten Songs der Platte markiert und sogar ein bisschen zum Tanzen einlädt.

Wer sich auch nur eine Spur für melodischen (Punk-)Rock begeistern kann, kann mit dem neuesten Album der Finnen eigentlich nichts falsch machen. Sicherlich dürfte gerade Jona als Fronter noch ein bisschen öfter ein bisschen mehr ausrasten, dafür halten die Herrschaften aber eine relativ gute Ohrwurmquote und Tanztauglichkeit über die volle Distanz von einer knappen halben Stunde. Ein schönes Album, dem man die Spielfreude anmerkt und dass sicherlich öfter im heimischen Soundsystem rotieren darf.

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