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Neverlight Horizon: No Heaven ... Only Torment

Ziemlich dürftige Schlachtplatte
Wertung: 5/10
Genre: Brutal Death Metal
Spielzeit: 34:50
Release: 08.07.2007
Label: Shiver Records

Das Motto von „No Heaven … Only Torment“ der belgischen Neverlight Horizon lautet: Mach´s mir American Style, Baby … Will heißen, dass sich die Jungs dem amerikanischen Death Metal der Marke Suffocation, Dying Fetus oder auch Cannibal Corpse frönen, um hier nur einige Genre-Größen anzuführen. Doch genau in diesem Punkt liegt der Hund dann auch begraben. Das, was frickel- und auch härtetechnisch dem Hörer auf diesem Album vor den Latz geballert wird, kann sich ohne Wenn und Aber durchaus sehen… ich meine hören lassen. Das, was innovativ sein will, ist allerdings braches Ödland.

Zunächst klappt mir beim Durchlauf von „Absorted By Obscurity“ gleich mal so ganz gepflegt die Kinnlade runter. Unheimlich brutal und zunächst gar nicht mal so un-innovativ bahnt sich da die brutale Death Metal-Walze ihren Weg aus der Lautsprechermembran. Gehörig viel Dampf bietet die Rhythmusfraktion von J-F am Bass und Julien an der Schießbude, Laurent sorgt für die Gitarrenklänge und Rebhell steuert Growls hinzu, zu denen sich auch schon mal fiese Faucher hinzu gesellen. Für sich genommen ein guter Einstieg in ein Brutal Death Metal-Album.

Für sich genommen deshalb, weil „Contaminate-Eradicate“ zumindest noch ein wenig anders, wenn auch genauso voll auf die Zwölf klingt, wenn auch die Ingredienzien dieselben sind (Growls plus Fauchen, Doubleblast-Beats und passende Bass-Beats und das Gefrickele an der Gitarre). Doch spätestens bei „Dead Flesh Vengeance“ stellt sich dann so langsam, aber sicher ein Ermüdungsfaktor ein … wenn man ab diesem Zeitpunkt nicht aufpasst, hat man es ganz flink aber so was von verpennt, ob man nun noch diesen oder schon den folgenden Song „Demon Rising“ hört.

Danach wird „Possessed By Hatred“ auf den ahnungslosen Hörer losgelassen. Hier horcht man dann doch mal auf bei den ersten Klängen … Feuerprasseln und entfernte, gequälte Schreie. Dieser Song zeigt in der Masse der Stücke dieses Albums daher zumindest mal ein wenig an Abwechslung, wenn es im Verlauf des Songs wieder zu der bekannten Frickelei kommt. So geht es dann auch mit „Ancients“ weiter, wobei man aber in diesem Song die Klasse des Drummers Julien sehr schön heraushören kann. Zum Ende des Songs hört man eine arme Seele schreien, die womöglich geschlachtet wird?! Keine Ahnung, klingt zumindest Angst einflößend.

Die gewohnte Marschrichtung schlägt dann auch „Lifeless Domain“ ein … da es alles so irgendwie gleich klingt, hört es schon deutlich auf, Spaß zu machen. Und auch „Sanctuary Of Impalement“ befindet sich in demselben Fahrwasser. Das „Outro“ ist dann mal ganz ruhig: Es klingt wie bei „Krieg der Welten“, wo Aliens die Weltherrschaft übernommen haben und den letzten verbliebenen Menschen den Garaus machen.

Die Produktion dieses Brockens durch Chris in den CCR Studios ist richtig fett ausgefallen, was zu der Mucke an sich auch richtig gut passt. Die Spielzeit dieser Schlachtplatte kann man nur als dürftig bezeichnen, denn es gibt hier nicht mal 35 Minuten lang was auf die Lauscher. Zudem klingt größtenteils alles auf diesem Album zu gleich. Daran, an der mangelnden Abwechslung, sollten die Jungs tatsächlich arbeiten.

Fazit: Da müssen die Belgier schon noch ´ne gehörige Schippe nachlegen, damit sich die Fans der Hartwurstmucke sich lieber eine Scheibe der Belgier auftischen lassen als die der großen, altbekannten Bands. Und ein wenig mehr Innovation wäre auch nicht fehl am Platz.

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