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Never Die Alone: Havoc

Kompromiss- und einfallslos
Wertung: 4.5/10
Genre: Rolling Deathmetalcore
Spielzeit: 29:25
Release: 28.11.2008
Label: Darkest Hour Music

Never Die Alone kommen aus Thüringen, zählen vier Köpfe, spielen Death Metal mit Elementen des Hard- bzw. Metalcores und fallen damit eigentlich genau in das Deathcore-Schema. Die Band selbst nennt ihren Stil jedoch „Rolling Deathmetalcore“. Naja, wer kann es ihnen verdenken, es gibt derart viele Bands, dass heute doch kaum noch eine CD verkauft wird, wenn man nicht irgendetwas Besonderes verspricht.

Leider hat die Band außer der kreativen Genre-Bezeichnung aber nichts weiter Spezielles im Gepäck. Elegante Gitarrenkooperationen findet man auf dieser CD eher wenig, eben da nur ein Mann an der Gitarre vorhanden ist, die Genres, an denen man sich bedient, sowie deren Mischung sind auch schon wieder alt geworden - und auch sonst zeigt das Songwriting oder die Spieltechnik keinerlei außergewöhnlich interessante Momente auf. Der Gitarrist verzichtet weitestgehend auf Solo-Einlagen und begnügt sich damit, abwechselnd teils melodische, teils harte Riffs rauszuhauen, der Drummer macht ebenfalls seinen Job, variiert in seinen Beats gelungen zwischen altbekannten Rhythmen und schnelleren Passagen und der Bassist gibt sein Bestes um Melodie, sofern denn vorhanden, mit Rhythmus zu verbinden.

Etwas melodischere Songs wie „In Search Of Love“ überzeugen durch das sehr schwer zugängliche und schnell an die Nerven gehende hohe Screaming des Sängers leider nicht wirklich, dafür sind die härteren Stücke mit dem um so tieferen Growling allerdings weitaus besser gelungen. „Darkest Day“ weist bei der Gitarrenarbeit einige sehr schöne, aber leider viel zu kurze Momente auf, die durchaus noch hätten ausgebaut werden können. Auch wäre es vermutlich besser gewesen, wäre der Frontmann beim Growlen geblieben und hätte darauf verzichtet, sich an halberlei klaren Gesang zu versuchen. Das Highlight des Albums ist „N.D.A.“ geworden, was vermutlich als Abkürzung für den Bandnamen gedacht ist. Der Drummer penetriert die Bassdrum zum Ende des Songs sehr massiv, was die Riffs und das Grollen gut untermalt – ein simpler aber effektiver Effekt. Gut gelungen ist auch der Kontrast des Gesangs bei „A Small Boy Alone In The Dark World“, der kurzweilig klingt, als käme er geflüstert aus einem Megaphon.

Diese Band hat zwar Potential, ja, aber sämtliche Songs sind irgendwo noch ausbaufähig. Sei es nun der Gesang oder die Verpflichtung eines zweiten Gitarristen. Auch könnte man mehr Effekte bei den Gitarren einsetzen oder sogar – wenn auch in Maßen - über Keyboards nachdenken. Die Gesamtspielzeit des Albums ist mit unter 30 Minuten etwas arg kurz geraten. Wenn man Mut zur Veränderung hat, könnte die nächste Scheibe durchaus einige Schritte nach vorne machen.

Bis jetzt überzeugen Never Die Alone wenig – es gibt einfach zu viele bessere Alternativen auf diesem Genre; und zwar nicht nur die zahlreichen großen Bands, sondern auch Formationen aus dem Underground-Bereich. Blind sollte man sich diese CD nicht zulegen, besser ist es zuvor sicherheitshalber erst reinzuhören, ob es sich auch wirklich lohnt.

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