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Netherbird: The Ghost Collector

Fans von Cradle of Filth, Septic Flesh, Abyssos oder Dissection aufgepasst!
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Black Metal
Spielzeit: 62:43
Release: 18.07.2008
Label: Pulverised Records

Die Band Netherbird stammt aus Schweden und wurde gegen Ende 2004 von Nepenthe (Gesang), Bizmark (Gitarren und Keyboard) und Grim (Gitarren) gegründet um vielseitigen symphonisch angehauchten Melodic Death Black Metal zu spielen. In den darauf folgenden Jahren veröffentlichte man einige selbst produzierte EPs und Singles, welche dermaßen viel versprechend klangen, dass Pulverised Records auf das Trio aufmerksam wurde und nun mit „The Ghost Collector“ deren Debutalbum veröffentlicht!

Was mich ein wenig irritiert ist die Tatsache, dass die Soundqualität einiger Songs doch merklich variiert, so dass man schnell vermuten kann, dass man hier lediglich die bisherigen Rereleases noch mal neu veröffentlicht Zum Beispiel die Gitarren bei den Songs „The Blackest Breed“ oder „Blood Orchid“ klingen nicht wirklich identisch! Und auch beim Schlagzeug finde ich das sehr offensichtlich.

Hier konnte man bei den bisherigen Aufnahmen jedes Mal erneut auf einen neuen Stöckchenschwinger zurückgreifen und durfte so mit Größen wie Adrian Erlandson (At The Gates, Ex-Cradle Of Filth, Ex-The Haunted), Janne Saarenpää (ex-The Crown, Angel Blake) und Mojjo (Engel, Runemagick, ex-Lord Belial, Relevant Few, ex-Dracena, The Project Hate) zusammenarbeiten.

Doch auch ansonsten ist die Gästeliste mit Brice LeQlerc (ex-Dissection, Nightrage), Kitty Saric (Decadence) und Skinny (Deathstars, ex-Revolution Riot, ex-Mynjun) stark besetzt worden, wobei die Hauptakteure nach dem Weggang von Klampfer Grim nur noch mit Nepenthe und Bizmark besetzt werden.

Musikalisch wird hier wie bereits weiter oben beschrieben symphonisch angehauchter Melodic Death Black Metal geboten, der nicht selten an eine Mischung aus Septic Flesh (hört euch mal den Mittelteil bei „Blood Orchid“ an), Abyssos und vor allem Cradle Of Filth erinnert. Gerade gesangstechnisch tritt Nepenthe sehr stark in die Fußstapfen von Dani Filth, wobei auch Songs wie „Lighthouse Eternal (Laterna Magika)“ oder „The Blackest Breed“ (hier hat sicherlich Adrian Erlandson die Drums übernommen!) zahlreiche Elemente liefern, die auch auf die Alben „Midian“ oder „Nymphetamine“ der Briten gepasst hätten.

Gerade die offensichtlichen Parallelen wie der sehr abwechslungsreiche Gesang, komplexe Strukturen, symphonische Elemente, vielseitiges Riffing und gewisse Harmonien lassen schnell Plagiatsvorwürfe zu, doch Netherbird verstehen es da dann doch sehr gut noch ausreichende eigene Ideen mit einzubinden. So finden sich auch einige typische Melodic Death Metal Einflüsse nach Art alter Eucharist, At The Gates, Dissection oder Ceremonial Oath in den Stücken wieder und auch Gemeinsamkeiten mit den bereits vorhin erwähnten Abyssos (schade, dass es die nicht mehr gibt!) sind nicht von der Hand zu weisen.

Und wenn´s mal komplett eigenständig sein soll, hört euch einfach mal „The Beauty of Bones“ an, hier sind es vor allem der mächtige Chor, die spanischen Gitarren sowie etliche Harmonien, welche den eigenen Stil von Netherbird wiedergeben. Doch auch „Forever Mournful“ mit Gastsängerin Metallic Kitty Saric von Decadence ist hier ebenfalls sehr herausragend ausgefallen. Gerade die recht vielen klaren Gesangspassagen sind hier ein deutlicher Vorteil für die Schweden, wobei auch der häufige Einsatz von Celli bei mir eh auf offene Ohren trifft.

Ein neues Cralde of Filth Album gibt’s erst wieder im Herbst; Abyssos gibt es eh nicht mehr und auch Dissection haben im wahrsten Sinne des Wortes das Zeitliche gesegnet, weswegen Netherbird mit „The Ghost Collector“ wirklich sehr gut die Lücke füllen, welche sicherlich von vielen Fans dieser Bands herzlich willkommen geheißen werden!

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