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Nervecell: Psychogenocide

Death Metal aus 1001 Nacht
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:55
Release: 29.04.2011
Label: Lifeforce Records

Etwas ungewöhnlich ist es schon, wenn man liest, dass eine Death Metal-Band aus Dubai stammt. Ungewöhnlich und gleichzeitig erfreulich, zeigt sich dadurch doch wieder, dass Musik länder- und religionenübergreifend ist. Genauso interessant ist die Tatsache, dass sich auch die Bands in anderen Kulturäumen mit den zum größten Teil gleichen Thematiken beschäftigen wie ihre Kollegen in Europa. So spielen bei Death Metal-Bands seit jeher sozialkritische Texte eine wichtige Rolle.

Ganz ähnlich verhält sich das bei der Dubaier Gruppe Nervecell. Ihr extrem schnelles und verspielt technisches Todesblei wird meist mit Texten unterlegt, in denen es um Missstände im eigenen Land und auf der ganzen Welt geht. Dabei verleugnen Nervecell ihre Herkunft keineswegs. Mit dem Titel „Shunq“ hat es auch ein Song in arabischer Sprache auf die Scheibe geschafft. Dem Titel steuert Karl Sanders von Nile als Gastsänger einige Lyrics bei. Die CD wurde in den Hertz Studios in Warschau, in denen unter anderen auch Behemoth schon arbeiteten, aufgenommen. Das Coverartwork wurde von Killustrations gestaltet.

Das Album beginnt mit orientalischer, sehr düsterer Musik, die nahtlos in den ersten Titel, „Anemic Assurgency“, übergeht. Nervecell präsentieren sich mit einem sehr dichten Sound, der an Morbid Angel oder auch an Vader erinnert. Trotz der Sounddichte sind alle einzelnen Instrumente deutlich hörbar, was den Spaß an den technischen Spielereien deutlich erhöht. Die Gitarren, die im Rhythmusmodus eher unauffällig klingen, bekommen im Solomodus einen recht breiten Klang verpasst, der ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit garantiert. Das Schlagzeug bleibt relativ im Hintergrund, übt aber ständig genug Präsenz aus, um als vorrangiger Taktgeber wahrgenommen zu werden. Der Bassdrumsound ist dabei besonders gelungen, da er sehr natürlich und trotzdem sehr fett klingt. Am bemerkenswertesten sind aber die Vocals. Die Stimme überragt die Musik, klingt ein bisschen wie aus einer weiteren Dimension. Allerdings wurde auch hier der Spagat geschafft, nichts zu dominant für die Instrumentalsektion werden zu lassen.

Die Songs wirken frisch, es wurde weitestgehend auf klassische Aufbauten wie Vers-Chorus-Vers verzichtet. Diese Tatsache macht das Album aber auch stellenweise etwas sperrig. Die Musik ist vielschichtig, neben Hyperblastattacken gibt es auch ruhige Momente auf der CD, so zum Beispiel bei dem Titel „The Taste Of Betrayal“. Insgesamt betrachtet liefern Nervecell ein sehr beachtenswertes Album vor, an dem es an sich nichts auszusetzen gibt. Ein Kritikpunkt bleibt allerdings: Auf „Psychogenocide“ verbergen sich zehn tolle Death Metal-Songs, bei denen aber nur die wenigsten Stücke aus der Reihe der typischen Death Metal-Songs ausbrechen. Es hätte der Gruppe gut getan, mehr Stücke wie „Shunq“ auf die Scheibe zu packen. Es gibt einfach so viele gute Death Metal-Bands, dass sich eben nur die außergewöhnlichen unter ihnen (siehe Nile) durchsetzten können. Der Wiedererkennungswert ließe sich durch etwas mehr Identität noch recht leicht steigern.

Empfehlenswert ist das Album aber allemal. Fans von Bands wie Deicide, Nile, Morbid Angel und Vader dürften hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

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