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Neosis: Neosis (Eponymous Album)

Mehr als ein gutes Konzept steckt leider nicht dahinter
Wertung: 5/10
Genre: Modern Metal, Melodic Death Metal
Spielzeit: 48:43
Release: 05.04.2012
Label: SAOL / H'Art / Zebralution

Der Name Neosis ist ein Akronym aus „New Evolution Of Society Influenced by Scientism“ (Neue Evolution der Gesellschaft beeinflusst durch Wissenschaft). Dieses dystopische Konzept – eine Gesellschaft ohne soziale Werte in der nur wissenschaftliche Methoden von Bedeutung sind – fließt in das Wesen der Band ein. Die Truppe gibt sich futuristisch und innovativ.

Bei einem Blick auf die musikalische Ausrichtung fällt auf, dass die Schweizer Formation sehr modern ausgerichtet ist: Aspekte, die momentan im Bereich des Metals zum generellen Trend zählen – der Einsatz von Samples sowie Klargesang im Wechsel mit Shouts – finden sich auch bei Neosis wieder.
Die Band spielt ihre eigene Interpretation des Melodic Death Metal mit satten Gitarrenklängen und einigen elektronischen Sounds, die die Band auf musikalischer Ebene modern anhauchen. Jedoch steht das gesamte Werk unter dem Banner des Modern Metals – es gibt also mehr als nur modern-metallische Einflüsse. Wer auf der Suche nach schwedischem Melodic Death Metal ist, sollte sich also anderweitig umhören.

Die programmierten Samples lockern die musikalische Abteilung auf und bieten einiges an atmosphärischen Klängen. Die elektronische Parts treten jedoch zu keiner Zeit in der Vordergrund, sondern unterstützen die Gitarrenarbeit vielmehr.
Gesanglich ist die Strophe typischerweise von Shouts und Screams geprägt, wohingegen der Refrain meist Klargesang aufweist.
Diese Beischreibung trifft zwar auf Neosis zu, jedoch leider auch auf viele andere Bands dieser musikalischen Gesinnung. Die Vier werden mit ihrem Album „Neosis (Eponymous Album“ wohl leider kein leuchtender Stern am Bandfirmament werden, obwohl die Band hörbar gekonnt und selbstbewusst agiert. Es gibt in diesen Tagen leider zu viele Acts, die sich in die Richtung des Modern Metal wenden, so dass es hier schon fast einen Überfluss an Gruppen im großen Bandpool gibt.

[Neosis]] beherrschen hier Handwerk, doch ist „Neosis (Eponymous Album)“ nicht innovativ und besitzt zudem zu wenig Intensität. Der Funke will nicht überspringen und die Tracks der Platte gehen in sich selbst unter. Lediglich der Opener „Everlasting Mind Collapse“ oder das erfrischend unübersichtliche „Supremacy Design“ können überzeugen und bieten so etwas wie Hörspaß. Ein weiteres, großes Manko stellt der Gesang dar: Die gutturalen Vocals sind nicht abwechslungsreich genug, sondern überwiegend auf einer klanglichen Ebene angesiedelt. Leider muss man am Klargesang auch noch mäkeln. Dieser ist fast zu hoch und ebenfalls recht monoton - es kann aus diesem Grund leicht passieren, dass der Hörer von dieser gesanglichen Darbietung eher abgeschreckt wird.

Kurzum: „Neosis (Eponymous Album)“ ist ein durchschnittliches Album, welches zwar seine Anhänger finden wird, doch um richtig zu bestechen, müsste es mehr Durchsetzungskraft und insbesondere mehr Innovation und abwechslungsreichere Aspekte aufweisen. Neosis werden sicherlich in Zukunft noch von sich hören lassen, sich weiter entwickeln und bessere Releases präsentieren.

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