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Neon Synthesis: Alchemy Of Rebirth

Die vollkommene Mischung
Wertung: 8/10
Genre: Industrial Rock
Spielzeit: 44:28
Release: 27.02.2009
Label: Subsound Records / Killerpool Records

“Alchemy Of Rebirth“ scheint der richtige Name für das neue Neon Synthesis-Album zu sein – über Musikportale wie iTunes etc. ist die Full Length-CD bereits seit mehreren Wochen erhältlich, nun wird das Album jedoch endlich auch als physikalisches Release „wiedergeboren“.

Der Opener „Nihil“ startet sofort mit pumpenden Riffs, einer griffigen und sehr dominanten Synth-Melodie und tiefem, enorm gut zum Sound passendem Gesang. Im Refrain klingt er regelrecht böse und der gesamte Sound der vier Italiener erinnert an Bands wie Deadstar Assembly und die Deathstars. Man kann den Song immer wieder hören; man entdeckt nahezu jedes Mal etwas Neues, was eindeutig dem großen Einsatz elektronischer Elemente und vieler kleiner Synthesizer-Spielereien zu verdanken ist – und genau das ist es, was eine Industrial Rock-Scheibe ausmacht.

Bei „Visions From Above“ ist der Gebrauch dieser Elemente leider nicht so gut wie zuvor gelungen und klingt alles in allem zu technoid, dafür groovt „Like Ashes On A Waste Land“ unheimlich und macht den kleinen Wermutstropfen wieder wett. Der Refrain, der sich leicht als Ohrwurm ins Gehör schleicht, erinnert an die Landmänner Dope Stars Inc. aus Italien, allerdings hat man trotz allem nicht den Eindruck, lediglich einer Kopie zu lauschen, sondern einer eigenständigen Band mit eigenem Sound.

„Solitude + Fear“ beginnt mit einigen gezupften Saitenklängen und engelsgleichen Keyboardteppichen, die alsbald von sanften Riffs und einem leichten Beat begleitet werden bis der Gesang einsetzt, der das große Können des Sängers offenbart: Sehr emotional, überzeugend, sanft und kraftvoll zugleich versteht Johnny es, den Text rüberzubringen, vermag es aber ebenso gleich im nächsten Song „Artificial Paradise“ aggressiv und beinahe growlend zu klingen. „The Sweetest Nightmare“ ist wieder eindeutig von elektronischen Elementen dominiert und klingt daher beinahe mehr nach Synthpop als nach Industrial Rock, allerdings ohne kitschig und zu soft zu wirken.

Die beiden nächsten Songs „Through The Looking Glass“ und „VII“ erinnern beide auf ihre Art und Weise – ersterer härterer und treibender, letzterer melodischer und elektronischer - an die Industrial Rock-Kollegen Latexxx Teens, welche übrigens ebenfalls aus Italien stammen. Zu guter Letzt befindet sich noch die Ballade „Catharsis“ auf dem Album, die beinahe nach den Weltunter-Zeiten der deutschen Gothic-Rocker ASP klingt, insbesondere aufgrund des tiefen Gesangs im Refrain, der eine enorme Ähnlichkeit aufweist. Ich persönlich bin dieser Ballade sofort verfallen – ein verdammt emotionales Stück Musik, dessen Melodie sich ohne Gnade in jeden Gehörgang frisst, zu berühren und mitzureißen vermag und den Hörer schlussendlich verträumt und gefesselt aus der CD entlässt.

Ein Album, das verzaubert – einerseits gibt es diese ekstatisch treibenden Momente, andererseits endlos traurige, nachdenkliche und dunkle Atmosphären, die zu fesseln wissen und sich größtenteils in perfekter Harmonie zwischen Elektronik und klassischen akustischen Elementen befinden.

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