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Negative: God Likes Your Style

Durchwachsene Bandgeschichte
Wertung: 7/10
Genre: Glam Rock
Spielzeit: 73:48
Release: 06.11.2009
Label: Hype Records

„God Likes Your Style“ ist der Titel der neuesten Veröffentlichung von Negative – und dieses Album kann man als ein Stück Bandgeschichte betrachten: Denn die sechzehn auf der CD enthaltenen Songs sind keine Neuerzeugnisse, sondern größtenteils eine Sammlung von B-Seiten, die im Verlauf von zwölf Jahren des Bandbestehens geschrieben wurden. Ergänzt werden die B-Seiten durch akustische oder Live-Interpretationen von bekannten Songs.

Dadurch, dass die Stücke auf „God Likes Your Style“ nicht zusammenhängend entstanden, ist auch das Klangbild des Albums inhomogen, bedingt durch unterschiedliche Beeinflussungen zu verschiedenen Zeiten. Die jeweiligen Einflüsse, unter denen die B-Seiten entstanden, werden von Frontmann Jonne Liimatainen in den Kommentaren im Booklet auch ausdrücklich benannt: So sind einige Songs, etwa „Heroine“ und „Black Light“, von Nirvana inspiriert worden, wohingegen Liimatainen „Something“ mit Metallica assoziiert. Gemeinsam haben alle Songs dennoch, dass sie ohne Probleme den finnischen Glam Rockern zuzuordnen sind.

Allen Tracks ist eine bandtypische Melancholie anzumerken – bei manchen tritt dies mehr, bei manchen weniger auf, vor allem durch die Härte der einzelnen Songs bedingt.
So lassen sich im Groben die Songs des Albums in zwei Kategorien aufteilen: Die vordergründig rockigen und die balladesken.

Zur ersten Kategorie gehört zum Beispiel der Titelsong „God Likes Your Style“. Der erste Song, der jemals für Negative geschrieben wurde, präsentiert sich als bodenständiger, recht simpler Rocksong mit melancholischem Einschlag. Ebenfalls aus Grungewurzeln entstanden, bemerkt man das jedoch in dieser Aufnahme kaum, was von der Band beabsichtigt war. Die rockigen Lieder auf „God Likes Your Style“ laufen nach einem ähnlichen Schema wie der Titeltrack ab: Gitarrenbasierte, einfach strukturierte Rocksongs, die ohne viel Schnickschnack zu Werke gehen und ihre durchschnittlich dreieinhalb Minuten solide füllen. Doch solide gefüllte dreieinhalb Minuten sind auch nicht optimal, wenn hinterher kaum eine definierte Erinnerung zurückbleibt.

Einen damit verglichen einprägsameren Eindruck hinterlassen die Balladen des Albums. Hier ist vor allem „Childhood Memories“ zu nennen, dessen eröffnendes Gitarrenlead den Großteil des Songs prägt und sich ins Gehirn festbrennt. Der Refrain greift dieses Thema verändert und in rockiger Weise auf, was einen stimmigen Gesamteindruck erzeugt.
Auch „Dream Flowers“ gehört zu den Vertretern der balladesken Kategorie. Hier geht man deutlich verträumter zu Werke als bei „Childhood Memories“. Die schwammigen, sphärischen Gitarreneffekte und die in den Strophen eher sparsame Instrumentierung vermischen sich hierbei gut mit dem Eindruck, dass der Gesang im Refrain sich ein wenig in den ewigen Weiten des Alls verliert und kreieren eine wahrhaftige Traumatmopshäre.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn man eine Übersicht über die Bandgeschichte von Negative bekommen möchte, bietet sich „God Likes Your Style“ an, da dessen Songs wie erwähnt teilweise schon zwölf Jahre alt sind. Allerdings sind die wirklichen Hits der Band nicht vertreten – oder nur als akustische Versionen, Live-Versionen oder akustische Demos.

Dies führt dazu, dass vor allem die rockigen Songs deutlich machen, warum sie nur B-Seiten wurden; es fehlt der bleibende Eindruck. Fans der Band sind mit dem Album allerdings sehr gut bedient, da hier viele Seiten der Truppe entdeckt werden können. Man könnte zum Beispiel den etwas versteckten, weil mit dem vorhergehenden Track verschmolzenen siebzehnten Song „Secret Version (Tango Version)“ erwähnen, der mit seiner Akkordeonstimme und den eingespielten russischen Spracheinlagen sehr humoristisch anmutet. Die positiven und negativen Aspekte von „God Likes Your Style“ halten sich also recht gut die Waage, für eine richtig gute Bewertung ist dies allerdings kein Kandidat.

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