Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Necrophobic: Hrimthursum

Für Fans von Dissection absolut empfehlenswert
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal, Death Metal
Spielzeit: 59:2
Release: 22.05.2006
Label: Regain Records

Necrophobic haben einen Namen, den man als Fan des härteren Metals zumindest schon mal gehört haben müsste. So ging es mir zumindest, auch wenn ich mich mit dem Songmaterial der Schweden bisher kaum auseinander gesetzt habe. Das neue Album mit dem Zungenbrecher Namen „Hrimthursum“ sollte das ändern. Wenn man der Fachpresse Glauben schenken darf, sollen hier auch Dissection Fans bedient werden, die vom neuen (und letzten) Album der Band enttäuscht waren. Das ist natürlich ein hoch gestecktes Ziel, wobei man ja nie sagen kann, ob diese Aussage nun von der Band oder der Plattenfirma kommt.

An die alten Göttergaben von Dissection kommt das Album natürlich nicht ran (ist ja auch nur schwer möglich), aber Necrophobic präsentieren mit „Hrimthursum“ eine gelungene Platte. 4 Jahre nach „Bloodhymns“ spricht das Infoblatt von ihrem bis dato abwechslungsreichsten Album, was ich mangels Vergleichsmöglichkeiten leider nicht bestätigen kann. Ich kann aber sagen, dass die Band immer wieder kleine Details in ihre Black/Death Metal Attacken eingebaut hat, die dem Gesamtbild mehr als gut tun. Hier gibt es mal klaren, majestätischen Gesang, an anderer Stelle ein paar düstere Glockenschläge... so etwas sorgt für Atmosphäre. Die Texte scheinen aber nicht unbedingt der Kracher schlechthin zu sein, zumindest wenn man sich die Namen der Songs ansieht. Aber daran will ich mich nicht unbedingt aufhalten.

Na gut, ein wenig grinsen musste ich beim Namen des Intros schon (siehe unten). „Blinded By Light, Enlightened By Darkness“ schießt danach förmlich aus den Boxen und wirkt wie eine Mischung aus Unleashed (Frederik Folkare hat das Album übrigens produziert) und Dissection. Necrophobic haben wirklich ein Talent für sich im Gehörgang festsetzende Melodien, was sie im Verlauf der Platte immer wieder beweisen. Weitere Beispiele gefällig? Na gut, denn das erhabene „Bloodshed Eyes“ ist in gut vier Minuten epischer als vieles, was andere Bands auf Albumlänge nicht hin bekommen. Überhaupt sind die vier Schweden am besten, wenn sie sich im Mid-Tempo Bereich aufhalten. Nicht, dass sie keine schnellen Sachen komponieren könnten, aber ihre wahren Stärken liegen woanders.

Und die offenbaren sich am besten beim Titelstück „Hrimthursum“, das passenderweise das Album abschließt. Necrophobic fahren hier noch einmal das volle Programm auf. Die ruhigen Stellen beißen sich nie mit den „elektrischen“, die bösen Vocals harmonieren überraschend gut mit den (glücklicherweise) spärlich eingesetzten Frauenstimmen. Aus diesen Mosaiksteinen setzt sich einer der besten Songs zusammen, die im Jahr 2006 bisher erschienen sind. Ganz großes Tennis (um mal Phrasen zu dreschen)!

Zuerst wollte sich mir die Musik nicht so recht erschließen, da der Teufel wie immer im Detail steckte. Ein „Ersatz“ für Dissection (deren neues Album auch gar nicht so übel ist) wird es nicht geben, aber ich denke auch nicht, dass Necrophobis dies im Sinn hatten. Schließlich sind auch sie schon seit 1989 aktiv und damit weit entfernt, ein Plagiat zu sein. Sie sind einfach nur eine Band, die es auf ihrem neuen Album sehr gut verstanden hat, das Beste von Black und Death Metal zu kreuzen. Ich muss aber dennoch etwas Kritik üben und Abzüge an der Gesamtnote machen.

Die schnellen Teile der Songs sind zwar allesamt sehr gelungen, hören sich jedoch mitunter recht ähnlich an, was auch für den Gesang gilt. Der Mann am Mikro kann oder will seine Stimmlage nicht variieren, was den Songs etwas die Eigenständigkeit raubt. Eine gute Platte ist „Hrimthursum“ aber natürlich trotzdem und alleine der Titelsong ist das Reinhören wert.

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann