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Necronomicon: The Return Of The Witch

Die Hex' ist wieder da
Wertung: 8.5/10
Genre: Black Metal/Death Metal
Spielzeit: 41:04
Release: 04.06.2010
Label: Napalm Records

Auch in Kanada ist in Sachen technischen und mächtigen Black Metals, gepaart mit Death Metal was gebacken. Bestes und aktuelles Beispiel hierfür sind Necronomicon (CA), die dieser Tage ihre aktuelle und mittlerweile schon fünfte Langrille „The Return Of The Witch“ an den Start bringen. Musikalisch einordnen lässt sich die dreiköpfige Band zwischen den Norwegern Dimmu Borgir und den Polen Behemoth.

Sechs lange Jahre verweilten die drei im Dunklen, bis sie sich dieses Jahr wieder zurück melden – dies gleich mit einer Hexe im Gepäck. Unrecht würde man den Kanadiern allerdings tun, wenn man sie lediglich als Band bezeichnet, die klingt wie die oben angesprochenen. Lasst es uns doch anders ausdrücken: Necronomicon (CA) sind eine weitere sehr interessante Band, die in der Sparte des Extreme Metal in Thronreichweite mitmischen kann – und – so Gott will und die Hexe die richtigen Beschwörungsformeln im Gepäck hat – auch wird. 

Das Prädikat „unbarmherzig” verleihe ich auch direkt mal dem Opener namens „Into The Fire“. Hier erinnern gerade die eingesprenkelten Choreinlagen derbe an Behemoth zu deren „The Apostasy“-Zeiten. Die Herren arbeiten zwar stark daran, ihrem Stück annähernd die gleiche Vehemenz einzuverleiben, die bei den Songs der Polen fast schon ein Selbstläufer ist, aber es gelingt hier nur bedingt. Trotzdem ein sehr nettes Stück allemal. 

Ein geiles Eingangsriff bestimmt „The Awakening“ und auch hier ist wieder ein dämonenbeschwörerischer Chor zu vernehmen – stark gemacht. Ein böses Teil, das unheilvoller und düsterer nicht sein könnte. Unglaublich, wie treibend und daher auch mitreißend „The Time Is Now“ aus den Boxen dröhnt. 

Das Drumming schwebt bei dem im Vergleich zu seinen Vorgängern fast schon im Downtempo daher kommenden „Necropolis“ über technischen Klängen. Hierzu gesellt sich die Gitarre, die bedrohliche Soundlandschaften zu vermitteln weiß und nicht zuletzt durch sakrale Keyboardklänge Unterstützung erfährt. 

Zu Beginn von „The Order Of The Moon” klingt es so, als ob man bei einem Radio nicht den gewünschten Sender auf optimalen Empfang bekommt, bevor förmlich das Inferno über einen hereinbricht. Einige überraschende Breaks hat der Song zudem zu bieten, was ihn interessant und hörenswert macht. Die Jungs haben es echt drauf, wenn es darum geht, bedrohliche Stimmungen aufzubauen. Als Beispiel führe ich nur einmal den instrumentalen Part an. 

Unfassbar, ehrlich. Mit „The Return Of The Witch” setzen die drei Jungs in Sachen beklemmender und bedrohlicher Atmosphäre dem zuvor Gehörnten, Verzeihung, ich drifte auch schon ab, dem zuvor Gehörten meine ich, noch mal eindrucksvoll die Krone auf. Hier verspricht der Titelsong des Albums alles, was man sich von ihm erhofft. 

„Lillith” dagegen ist der einzige Kritikpunkt dieser Scheibe: Ein Instrumental, das einerseits mit einem mächtigen Groovefaktor auftrumpft, gleichzeitig einen nicht von der Hand zu weisenden düsteren Charme versprühen möchte. Doch es ist fraglich, wer neben den ballernden Hymnen etwas solches völlig Artfremdes hören möchte…

Dann lieber voll auffe Mütze, nehmen wir doch gleich den folgenden Track namens „Alpha And Omega“, der wunderbar in die Kerbe der restlichen Songs schlägt. 

Ein letztes Mal anschnallen und ab geht die Luzi mit „Seven“. Hier wird in entfesselter Raserei noch einmal wunderbar gezeigt, was die Band drauf hat.

Fazit: Auf dass mich die Hexe holt – verdammte Axt, ist das eine intensive Scheibe! Schon lange ist mir kein Release mehr untergekommen, der solch bedrohliche Stimmungen aufbaut und gleichermaßen so derbe auf die Zwölf haut. Großes Kino in Sachen Extreme Metal.

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