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Necronomicon: Revenge Of The Beast

Abwechlungsreich? Ja, aber leider auch in der Qualität
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 50:03
Release: 15.12.2008
Label: Xtreem Music

Die Südbadener Necronomicon sind zurück, und nur wenige haben es bemerkt. Die Thrash Metal-Band gibt es nun schon fast 26 Jahre, hat fünf Alben veröffentlicht und fast schon natürliche Reunion-Erfahrung. Bassist Jogi hat inzwischen auf Grund von schwerem Tinnitus die Band verlassen. Dafür ist Axel nun dabei und malträtiert seinen Bass.

„Magic Forest“ hämmert dem Hörer gleich derart um die Ohren, dass schon nach Sekundenbruchteilen die Frisur nicht mehr sitzt. Mit voller Wucht wird man zum Headbangen gezwungen. Jawohl, ohne jegliche Kompromisse donnert der Thrash Metal-Zug am Hörer vorbei. Anleihen an Destruction sind sicher nicht nur durch die teilweise ähnlich klingende Stimme vom Frontmann Freddy vorhanden. Starker Auftakt.

„Haunted“ ist genauso kompromisslos. Zwar kann der Refrain nicht so stark punkten wie beim Opener, aber der Nacken fängt schon zu glühen an, besonders auch wegen des extrem anstachelnden langsameren Mittelteils. Keine Musik zum leisen Hören. „Warfare“ weist sogar richtig ruhige melodische Passagen auf, die unheimlich gut mit den Uptempo-Stücken harmonieren, zumal Freddy gesanglich sehr gute Übergänge schafft und auch die Gitarren für ordentlich Stimmung sorgen.

„Nightstalker“ verliert sich dann allerdings ein wenig im Mittelmaß und kann bei weitem nicht so punkten wie die Vorgänger. Trotz des insgesamt abwechslungsreich gestalteten Musizierens und der stärker werdenden Ähnlichkeiten zu Schmiers Sideprojekt Headhunter, erscheint der Song doch nicht prägnant genug.
„On The Pain Of Death“ kann da zumindest ein wenig mehr bieten, Freddys prägnante Vocals sind fast unverzichtbar, da er so unheimlich viel zum Gesamtbild beiträgt. 

Deutlich langsamer beginnt dann erstmal „Blood Sky“. Im Midtempo schleppt man sich von Strophe zu Strophe, wobei mir hier etwas mehr Tiefton mehr Spaß bereitet hätte, zumal dies dann zu einer echten Moshgranate geraten wäre. Nicht von schlechten Eltern.
„Who Dies?“ fällt dann aber total durch, der Gesang geht zeitweise daneben. Die an sich guten Gitarren sind dann doch nicht prägnant genug, um das zu retten. 

„Refugee“ weiß wegen der simplen Background-Stimmen und Freddys Lyrics zu überzeugen. Coole Idee, die nicht unbedingt für eine gänzlich geglückte Kindheit spricht. Zu anklagend kommen die gequälten Rufe. „Skull & Bone“ entwickelt sich recht langsam, um dafür aber letztendlich das Gaspedal kräftig durchzudrücken. Axel gibt Gas hinter seiner Schießbude und treibt den Rest kräftig an, bevor Freddy das Tempo wieder raus nimmt und anklagende Schreie raus haut.

„Commit Suicide“ schafft es sogar, eine gewisse Horrorstimmung herauf zu beschwören. Stark, wie die Band hier zeigt, dass sie nicht nur voll auf die Glocke kann. Sie sind auf ihre Weise schon recht abwechslungsreich, leider wird das aber nicht immer vom Sound der Scheibe perfekt transportiert.

„War In The Cradle“ donnert dann ebenso durch die Boxen, wie man es gerade vom Beginn des Albums gewohnt ist. Nicht wirklich einprägsam, aber doch auch nicht schlecht. Da kann man dann nur noch auf den Closer des Albums hoffen. Und der kommt mit „One Universe“ wieder einmal recht überraschend. Mit akustischen Gitarren beginnend, entwickelt sich der Song schon fast zu einer reinrassigen Ballade. Und hier wird schnell klar, dass das nun gar nichts für Freddys Stimme ist. So wird dann der Schlusspunkt ziemlich vergeigt. Keine Ahnung, was die Band da geritten hat.

Fazit: Wirklich ein gelungenes Album, um die Schädeldecke zum Rotieren zu bringen, insgesamt aber doch zu wenig geprägt von herausstechenden Momenten. Das gab es schon häufig besser. Trotzdem darf man gespannt sein, was die Band noch herausbringen wird. Das Zeug zu einer dicken Überraschung hat sie auf jeden Fall

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