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Nashville Pussy: Up The Dosage

Haben es noch drauf, aber zeigen es nicht allumfassend
Wertung: 7/10
Genre: Southern Rock / Country / Rock & Roll
Spielzeit: 38:12
Release: 17.01.2014
Label: Steamhammer / SPV

Sie haben nicht nur einen einzigen Gang heruntergeschaltet, die Damen und Herren bei Nashville Pussy; inzwischen scheint der pure Rotz vollkommen aus dem Sound der Südstaaten-Legende verschwunden zu sein. Blaine Cartwright und seine Angetraute Ruyter Suys richten ihr Leben mittlerweile nicht mehr ausschließlich nach ihrer gemeinsamen Band aus, sondern sind in jener Phase angelangt, in der die Musik nicht mehr die erste Geige spielt. Die reduzierten Touraktivitäten sowie der immer unregelmäßiger gepflegte Veröffentlichungszyklus bestätigen dies. Aber auch musikalisch hat sich die Truppe neu orientiert: mehr Country, mehr Western, mehr Southern Rock und weniger Schweineschwarte. Ja, es trieft nicht mehr so verschwitzt und fettig von der Decke, wenn Nashville Pussy zum Tanz bitten - und das wird auf der neuen Scheibe ziemlich deutlich bestätigt.

"Up The Dosage" ist nämlich das bislang zahmste Scheibchen des amerikanischen Quartetts. Zwar ist der Drive der Kompositionen immer noch beispielhaft, ebenso wie die Performance, doch gerade in den ersten Takten schleicht sich recht zügig eine beängstigende Routine ein, die auch vor den Qualitäten beim Songwriting keinen Halt macht. Der Opener "Everybody's Fault But Mine" geht so gerade noch in Ordnung, "Till The Meat Falls Off To The Bone" und "Spent" hingegen sind relativ lahm und nicht an dem zu messen, was die Truppe in der Vergangenheit schon alles hergezaubert hat. Erst in der zweiten, wesentlich abwechslungsreicheren Hälfte von "Up The Dosage" finden Cartwright und Co. zu alter Stärke zurück und hauen mit "Pillbilly", "White And Loud" und vor allem "Pussy's Not A Dirty Word" einige schwungvolle Cowboy-Hymnen heraus, wie man sie von Nashville Pussy einfach kennt und lieben gelernt hat. Doch leider sind diese Aha-Momente auf der neuen Platte ein bisschen reduziert und auf Kosten einiger Lückenfüller minimiert worden.

Nichtsdestoweniger sollten Fans der Südstaatler auch an "Up The Dosage" ihre Freude haben. Zwar zündet nicht jeder Song bzw. hat jede Nummer auch ordentlich Saft im Kessel, doch unterm Strich überwiegen dank einer starken zweiten Halbzeit eindeutig die positiven Eindrücke, die in diesem Fall vor allem dann auftreten, wenn der Vierer den lässigen Cowboy heeraushängen lässt - so wie im brillanten "Hooray For Cocaine, Hooray For Tennessee", das Alibi-Truppen wie The Bosshoss mal blitzartig zeigt, wo in dieser Sparte der Hammer hängt. Ergo: Nashville Pussy haben es immer noch drauf, aber unglücklicherweise ist die dementsprechende Demonstration auf "Up The Dosage" nicht allumfassend.

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