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Narziss: Echo

Von Mal zu Mal besser
Wertung: 8.5/10
Genre: Metalcore / Hardcore
Spielzeit: 43:18
Release: 20.02.2009
Label: Redfield Records

Wie auch Maroon feiert die ebenfalls aus Deutschland stammende Metalcore-Kombo Narziss dieses Jahr ihr elfjähriges Bestehen und veröffentlicht ihr fünftes Studio-Album. Manche Bands wie Narziss bringen mehrere gute Alben raus ohne wirklich entdeckt zu werden, während andere, sehr ähnliche Bands wie die Metalcore-Formation Callejon, die ebenfalls deutsche Lyrics verwenden, bereits nach zwei EPs und einem Album von einem Label wie Nuclear Blast unter Vertrag genommen werden.

Hauptsache ist jedoch, man hat einen Vertrag um so vielen Fans wie möglich die Möglichkeit zu geben, die Musik erwerben zu können, denn die ist echt nicht schlecht: Direkt bei dem ersten Song „Tränen“ erklingen wieder Riffs im altbekannten Narziss-Style – melodisch, schnell und hart, auch einige Solo-Einlagen bekommt man als Hörer geboten. Nachdem der Song ohne Pause durchgeprescht wurde, geht es mit „Hoffnungslos“ erst etwas ruhiger weiter, die Riffs wechseln zwischen aggressiven Parts und harmonischen, ruhigeren Bridges; a propos ruhige Bridges: Im Anschluss an „Hoffnungslos“ folgt mit „Der Achte Tag Der Woche“ ein knapp einminütiges Zwischenspiel.

Daraufhin folgt das erste richtige Highlight der CD, „Ita Est“. Die Strophen powern unhaltbar los und werden live viele blaue Flecken bei den Pogotänzern verursachen, während der tragende Refrain mit seiner schönen klar gesungenen Hookline und Keyboard-Einlagen eher zum Headbangen einlädt. Der absolute Favorit der CD heißt allerdings „Maskerade“, eine traurig-wütende, mit Piano-Klängen eröffnete Ballade von fast sieben Minuten, die in der weiteren Entwicklung einen fabelhaften Kontrast zwischen aggressiv-verzweifelten Screams und hoffnungsvoll gesungenen Parts offenbart. Ganz besonders gefällt mir, dass man Alexanders Stimme auch beim Screaming noch ziemlich gut verstehen kann – denn die Songtexte dieser Band sind lange nicht so belanglos wie vieler anderer Bands.

Generell haben aber auch im Vergleich mit den Vorgängeralben die Anteile der klaren Hooklines zugenommen – keine schlechte Entwicklung. Auch wenn sich mehrere unterschiedliche Gesangsspuren überlagen wie es beispielsweise bei „Gewalt Der Worte“ der Fall ist, klingt das gekonnt eingesetzt und nicht überladen. Nach einem weiteren Zwischenspiel, „Mein Brennend Herz“ genannt, das hauptsächlich auf Keyboard-Flächensounds basiert, folgen noch zwei sehr harte Nackenbrecher, bei dem Song „Perfektion“ wird zum Abschluss des Albums sogar noch ausgiebig mit Solo-Passagen der Gitarren und Blastbeats hantiert.

Narziss werden mit jedem Album besser – für die Fans ist diese Scheibe sowieso ein Muss, aber auch Anhänger der Screamo- und Hardcore-Fraktion könnten gut antesten, was hier geboten wird. Wer schon Bands wie Callejon – die eigentlich nur wegen der deutschen Texte immer mit Narziss verglichen werden – mag, aber auf besser umgesetzte Hooklines hofft, der ist bei Narziss genau richtig.

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