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Nailgun: New World Chaos

Zweigeteilter Nachfolger zu „Paindustry“
Wertung: 6,5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 50:56
Release: 01.10.2012
Label: STF Records

Das süddeutsche Sextett von Nailgun meldet sich aktuell mit seinem zweiten Album „New World Chaos“ zurück, nachdem die Band bereits im Jahr 2011 mit ihrem Debüt „Paindustry“ auf sich aufmerksam machen konnte. Nicht nur vermochten die Sechs mit diesem Album einige gute Rezensionen einzustreichen, sie konnten außerdem auch ihren ersten Plattenvertrag mit STF Records unterzeichnen. Mit „New World Chaos“ wollen die Süddeutschen nun an diese Erfolge anknüpfen.

Auf rein musikalischer Seite haben sich Nailgun klassischen und energiegeladenen Heavy Metal auf die Fahnen geschrieben, den man irgendwo zwischen Iron Maiden und Nevermore ansiedeln kann. Zur Musik verspricht die Bandinfo außerdem vollmundig, dass auf den Sound der Band „die üblichen Schubladen“ nicht passen und sich Nailgun nicht auf „ein gängiges Metal-Genre reduzieren“ lassen. Erst mal große Versprechen, die in den 53 Minuten Spielzeit untermauert werden wollen.

Und „New World Chaos“ beginnt sehr vielversprechend mit dem stimmungsvollen Intro „A Fragment Of Chaos“, das direkt in den ersten vollwertigen Song „Darkest Hour“ übergeht. Und dieser liefert einen wirklich guten Einstieg in das Album. Gespickt mit sehr guten Gitarrenriffs und einem starken Solo, wird der Song zusätzlich von einem großartigen Refrain gekrönt. Ein Merkmal, das man an dieser Stelle noch erwähnen sollte, ist, dass bei Nailgun gleich zwei Sänger die Vocals beisteuern, wobei sowohl Manuel Bühler und Manuel Besch sich das gesamte Material des Albums fair untereinander aufteilen. Auf „Darkest Hour“ kommt erst einmal Manuel Blesch zum Einsatz.

Beim folgenden „Traitor“ darf sich dann auch Manuel Bühler erstmals dem Hörer präsentieren. Das Stück lebt vor allem von seinen Wechseln zwischen scharfen Gitarrenriffs und getragenen akustischen Passagen. Und auch dieser Song kann das hohe Niveau des Openers halten. Insgesamt schüttelt das Sextett bis hin zum sechsten Song „Deep Shades Of Sorrow“ durchweg gute Songs aus dem Ärmel, dann jedoch flacht die Qualitätskurve zum Ende des Albums hin deutlich ab. Auffällig ist da besonders die doch etwas überflüssige Halbballade „You Are Everything“.

Auch das gegebene Versprechen, dass die Band sich den gängigen Genre-Grenzen verweigert wird leider nicht gehalten. Dazu sind die Zutaten, aus denen das Sextett seine Songs kreiert, zu vorhersehbar. Insgesamt klingt „New World Order“ nach einer Mischung aus der Blaze-Bayley-Phase von Iron Maiden und Nevermore zu den Zeiten von „Dead Heart In A Dead World“. Erstaunlicherweise setzen sich die Maiden-Referenzen auch in der Gestaltung des Artworks des neuen Albums fort. Zwar ist die Aufmachung der CD sehr gut gelungen, allerdings sieht das Artwork sehr nach einer Mischung der Designs von „A Matter Of Life And Death“ und dem aktuellen Maiden-Album „The Final Frontier“ aus.

Alles in allem muss man festhalten, dass „New World Chaos“ eine zweischneidige Angelegenheit ist. Positiv schlägt vor allem die erste Hälfte des Albums zu Buche, in der Nailgun einige sehr gute Songs präsentieren, die vielen Freunden des klassischen Heavy Metal sehr gut gefallen werden. Dem gegenüber stehen allerdings die schwache zweite Hälfte der knapp über 50 Minuten Spielzeit und der Mangel an Abwechslung und Eigenständigkeit im Sound der Gruppe. Trotzdem können Fans der bereits angesprochenen Bands hier gerne ein Ohr riskieren, denn sie könnten mit „New World Chaos“ ihre Freude haben.

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