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Nacho Mamba: Fuzzinator

Die ganze Welt des Rock auf sechs Songs
Wertung: 8,5/10
Genre: Rock, Instrumental
Spielzeit: 34:00
Release: 31.05.2019
Label: Eigenproduktion

Knapp zwei Jahre haben die Stuttgarter Nacho Mamba sich nach ihrem letzten Longplayer „Sun/Moon“ Zeit gelassen, um eine neue Veröffentlichung auf die Fangemeinde loszulassen, bereits Ende Mai ist nun „Fuzzinator“ erschienen – erneut eine Vinylveröffentlichung, das Testpressing war recht flott vergriffen, die reguläre Vinyl kann man aber weiterhin auf Bandcamp erstehen. Auch ansonsten hat sich nicht viel verändert: Das Trio bewegt sich weiterhin auf breit gefächerten Rockpfaden, pendelt dabei auch gerne mal Richtung Heavy Metal aus, scheint sich aber auch im erdigen Stoner- und Psychedelic-Bereich sehr wohl zu fühlen. Man bewegt sich allerdings auf „Fuzzinator“ in durchweg etwas weniger sonnigen Gefilden als noch auf der Vorgängerplatte, was den Tracks aber wahnsinnig gut zu Gesicht steht.

Auf Facebook war ja schon das ein oder andere Soundversatzstück durchgesickert, trotzdem überrascht gerade der Opener „Interstellar Overdrive“ durch seine schiere Heaviness, auch mit der Titelgebung scheinen Nacho Mamba sich dieses Mal etwas mehr beschäftigt zu haben, was auch daran liegen mag, dass „Fuzzinator“ nicht als zwei Seiten einer Münze fungiert wie zuletzt noch „Sun/Moon“. Geniale Gitarren und ein schön treibender Bass bilden hier das Grundgerüst für „Interstellar Overdrive“ und noch beim vierten Durchgang entdeckt man allerlei Finessen und Details, die sich beim „Nebenbei-Hören“ eher im Hintergrund verstecken. Ein bisschen mehr Zeit als die einfache Laufzeit von 34 Minuten sollte man also schon mitbringen, um sich in die Musik der Jungs hinein fallen lassen zu können.

Auch schön, dass zwei Titel wie „Nuclear Erection“ und „TELEvagina“ es auf die Tracklist geschafft haben, gerade Ersterer ist mit seiner entspannten Rhythmusfraktion und den flirrenden Gitarrensoli ein Anwärter für die Anspieltippliste, während ausgerechnet „TELEvagina“ im Gesamtranking ein bisschen durch‘s Raster fällt. Zu monoton gestaltet sich der Track, der es immerhin auf sechs Minuten bringt, erst gegen Ende wird da ein bisschen verzerrter gearbeitet und etwas Fahrt aufgenommen.

Zum Ausgleich haben Nacho Mamba mit dem finalen „Proherbial Seizure“ nochmal ein richtig spannendes Stück parat, bei dem auch mal die Instrumentalflagge eingezogen wird und Black-Metal-artige Screams aus dem Hintergrund ertönen, größtenteils überlagert von düsteren Gitarren und apokalyptischen Soli, die sich auch mal in rasante Passagen steigern und unterm Strich eine recht einnehmende Mischung aus Black, Heavy Metal und Stoner ergeben – richtig cool und ein genialer Abschluss für eine Platte, die sich im Vergleich zum Vorgänger sogar noch ein bisschen steigern konnte. Ob Nacho Mamba in Zukunft öfter auf Gesang zurückgreifen werden, bleibt mal abzuwarten, eine Bereicherung wäre es allemal. Aber auch so kann „Fuzzinator“ sich im oberen Punktebereich ansiedeln, selbst wenn man Instrumentalbands im Allgemeinen eher skeptisch-gelangweilt gegenüber steht. Nacho Mamba machen da schon ziemlich viel richtig, um eine Brücke zwischen Vocalbands und Instrumentalmusik zu schlagen.

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