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Mystigma: Unzerbrechlich

Nicht perfekt, aber nahe dran
Wertung: 8,5/10
Genre: Gothic Metal / Dark Metal / Dark Rock
Spielzeit: 51:11
Release: 22.03.2013
Label: Echozone

Mystigma sind keine Jungspunde mehr. Bereits seit den Neunziger Jahren gibt es die Dark-Metal- / Gothic-Metal-Formation nun. Trotzdem ist die Kapelle noch weitgehend ein Geheimtipp in der Szene. Dabei ist die Gruppe konsequent mit qualitativ hochwertiger Musik aufgefallen.

Nun bringen Mystigma ein neues Studioalbum in die Regale. „Unzerbrechlich“ wurde es getauft und mit zwölf Liedern und einer Spielzeit von knapp einer Stunde entsprechen die Eckdaten der Norm.

Der erste Eindruck von der Platte fällt kühl aus. Das Cover ist in Blautönen gehalten und vermittelt ein Gefühl von Eis und Kälte. Dieses setzt sich auch fort, wenn man die ersten Töne auf dem Silberling hört.

Die Musik auf „Unzerbrechlich“ erweist sich als düsterer Rock und Metal, bei dem öfter auch ein bisschen Gothic Metal dabei sein darf. Die Texte sind in deutsch und englisch gehalten. Manchmal zeigen sich Parallelen zu Bands wie Lacrimas Profundere und Ähnlichen auf. Größtenteils haben sich Mystigma aber ihren eigenen Stil erarbeitet und ziehen diesen auch recht konsequent durch. Dieser „eigene Stil“ ist recht vielseitig. Mystigma beherrschen die langsamere und trübe, sehnsüchtige Gangart genauso wie eher rocklastige, treibende Beats. Der Gesang bleibt als Konstante immer ziemlich gleich. Fronter Torsten Bäumer hat sich einen Gesangstil angeeignet, der irgendwo zwischen einer klassischen Rockstimme und einem typischen Gothic-Sound liegt. Vor allem bei den deutschen Titeln überwiegt meist der Gothic-Einfluss, während die englischen Titel allgemein eher rockig ausfallen.

Qualitätsunterschiede gibt es nur sehr marginal. Das Niveau bleibt auf der ganzen Platte sehr konstant und es fällt auch überdurchschnittlich hoch aus. „Unzerbrechlich“ kann man von vorne bis hinten durchhören, ohne dass Langeweile aufkommt. Einige Lieder stechen natürlich trotzdem heraus. „Dancing With Witches (Wintersun)“ brennt sich zum Beispiel schnell ins Gehirn ein. Der Titel ist sehr episch und sehnsuchtsgeschwängert. Das muss man mögen, keine Frage. Hätte das ganze Album so viel Pathos, dann wäre es auch kaum zu ertragen. Diese eine Komposition mit diesem Charakter passt aber sehr gut auf die Platte. Auch eine Covernummer hat es auf den Silberling geschafft. „Rebel Yell“ von Billy Idol wurde als letzter Song auf die Scheibe gepackt. Das Cover ist ganz ordentlich, aber der Song unglücklich gewählt. „Rebell Yell“ wurde wirklich schon zu Tode kopiert.

Der Sound auf „Unzerbrechlich“ ist ganz ordentlich geworden. Produzent Peter Pauliks hat ganze Arbeit geleistet. Einzig die Gitarren klingen ein bisschen farb- und konturlos.

Dark-Rock- und Gothic-Rock-Fans ist der Silberling wärmstens zu empfehlen. Mystigma erzeugen mit ihrer Musik sehr intensive Stimmungen, die durch Mark und Bein gehen. Wer also auf gefühlsintensive Musik steht, der ist hier völlig richtig.  

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