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Mynded: Humanity Faded Away

Niederbayern entwickelt sich zur Talentschmiede
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 25:20
Release: 29.01.2013
Label: Eigenproduktion

Das eigentlich eher verschlafene Niederbayern entwickelt sich nach und nach immer mehr zur Brutstätte talentierter Musiker. Neben Steel Engraved, Wolfchant und einigen anderen kommen auch Mynded aus der Region. Neben der gemeinsamen Heimat verbindet die Band allerdings nichts mit den vorangegangenen Combos.

Die jungen Straubinger haben ihr musikalisches Leben dem Thrash Metal verschrieben. Das erste auf Kunststoffscheiben gepresste Lebenszeichen der Formation hat den Namen „Humanity Faded Away“ bekommen. Für ein ganzes Album hat es noch nicht gereicht, aber eine EP war drin und diese beinhaltet fünf Songs, die es in sich haben.

Schon der Opener zeigt, dass Mynded es ernst meinen mit ihrem Thrash Metal. Hauptsächlich orientieren sich die Musiker an Klassikern wie Anthrax, Testament und alten Megadeth. Die Songs sind schnell, verspielt und aggressiv. Das dominante Instrument ist ganz klassisch die Gitarre und danach kommt erst mal nichts. Die Riffs und die nicht selten eingesetzten Klampfensoli bringen das Blut der Thrashfans in Wallung. Mal schneller, mal im Midtempo, mal eher schreddernd oder auch walzend ackern sich Mynded durch ihre Debütplatte.  

Ausgerechnet der Titelsong der EP ist der schwächste auf der Platte – das tolle Solo ausgenommen. Dafür können vor allem die ersten beiden Songs voll überzeugen: „Upwaving Anger“ und „Devastation“ sind richtige Vollgaskracher, die live die Dielen aus dem Boden reißen. „Honour And Pride“ kann auch noch ganz gut punkten.

Insgesamt leidet die EP an einem ungünstigen Sound. Für eine Thrashplatte fehlt eine Portion Klarheit und mehr Druck im unteren Mittenbereich. Am schlimmsten hat es aber den Sänger erwischt. Frontkämpfer Niko klingt auf der Platte so anders als auf der Bühne. Man erkennt ihn an der Stimme eigentlich gar nicht mehr. Das ist recht schade, denn die aggressive, freche Art, in der der Shouter seine Lyrics normalerweise ins Mikro brüllt, geht leider komplett verloren – hier merkt man nun einfach die Grenzen des Homerecordings.

Die Band hat Potential, viel Potential. Da die Formation dazu auch noch recht jung ist, kann man ziemlich sicher sein, dass hier noch was nachkommt. Klar, Thrash Metal ist nun wirklich nichts Neues, aber hier wird er schön dargestellt und auch ansatzweise mit modernen Elementen verziert. Die Musik darf so bleiben. Mynded haben sich innerhalb kürzester Zeit einen gewissen Status erspielt, den sie auch ihren vielen treuen Fans zu verdanken haben. Mit „Humanity Faded Away“ setzt die Truppe eine erste Duftmarke,  die Aufmerksamkeit erregt. Es bleibt abzuwarten, was nachkommt.

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