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MyGrain: Signs Of Existence

Für Fans von Soilwork, Engel, In Flames und Sonic Syndicate
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 48:32
Release: 22.02.2008
Label: Spinefarm Records

Mygrain stammen aus Finnland und haben sich im Sommer des Jahres 2004 gegründet. Allerdings haben Sänger Tommy sowie die beiden Gitarristen Resistor und Matthew bereits vorher seit 1999 zusammen in der Band New Science Band musiziert. Nach einer Demo CD im Jahre 2005 veröffentlichte man letztendlich im Jahre 2006 das Debutalbum „Orbit Dance“ über die Plattenfirma Spinefarm Records, welches viele sehr gute Kritiken ernten konnte. Im September begab man sich erneut ins Studio, um das nächste Full Length Album einzuspielen. Ende Oktober war die Scheibe mit dem Titel „Signs of Existence“ dann fertig im Kasten, so dass einer Veröffentlichung gegen Anfang 2008 erneut über Spinefarm Records nichts mehr im Wege steht.

Man merkt der Musik auf „Signs of Existence“ schon an, dass der Kern der Band bereits seit 1999 zusammen musiziert, denn nicht wirklich viele Bands schaffen es bereits nach 3 bzw. 4 Jahren, dermaßen professionell zu klingen wie es hier bei Mygrain der Fall ist.

Fast jeder Song klingt nahezu perfekt, wurde auf den Punkt bis ins Detail ausgearbeitet, bietet Kurzweile en masse, sowie ausgeklügelte und schlüssige Arrangements. Als Hauptvergleich müssen hier Soilwork (was vor allem relativ stark bei „Walk Puppet“ oder „Human Wasteland“ durchschimmert) herhalten, wobei hier und da auch mal solche Acts wie Engel, In Flames, Mudvayne, Sonic Syndicate oder sogar White Zombie (hört Euch nur mal das groovige Riff sowie den Gesang in der Strophe von „Killing Time“ an!) um die Ecke schauen.

Bei Mygrain fällt vor allem der sehr facettenreiche Gesang von Frontmann Tommy auf, der wirklich sämtliche Genres des Metals abdeckt. Seien es Grunts, Screams, Geflüster, klare Vocals, klare, aber aggressivere Vocals, hohe Schreie, egal was, auf „Signs of Existence“ wird davon alles geboten.

Aber auch die beiden Gitarristen Resistor und Matthew steuern massig geniale Riffs bei und beweisen sich wirklich hervorragend in den Gebieten Groove, Harmonie und Aggression (hier sei vor allem der Song „The perfect Chaos“ genannt). Zwar vermisst man hier und da mal ein Solo, aber auch so haben es die beiden wirklich auf dem Kasten.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die herausragende Leistung von Keyboarderin Eve, die zwar nicht zu überhören ist, aber dennoch eher vom Hintergrund aus agiert, auch wenn ihr Beitrag doch recht oft dominant ausfällt. Sehr erfreulich ist hierbei übrigens auch, dass hier nicht nur dicke Teppiche über die Tracks gelegt werden, sondern die Synthesizer je nach Charakter des Songs ausfallen und hierbei von Einflüssen aus dem Trance Bereich (z.B. beim Opener „Translucent Dreams“) bis hin sogar aus dem Prog Bereich enthalten.

Ich weiß zwar nicht, in welchem Studio man „Signs of Existence“ aufgenommen hat, aber auf alle Fälle kann sich das Ergebnis sehen lassen, ohne dass man dabei wie der 100ste Aufguss von renomierten Bands wie eben Soilwork, In Flames oder was weiß ich wem klingt.

Fazit: Mygrain sprechen mit ihrem zweiten Album direkt Fans von Soilwork, Engel, In Flames oder Sonic Syndicate an und dürfte vor allem durch Hinzunahme von Elementen solcher Bands wie Mudvayne, White Zombie oder Pain darüber hinaus für weitere Abwechslung sorgen, so dass man nicht von einem plumpen Klon dieser Bands reden kann. Antesten ist hier auf alle Fälle Pflicht.

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