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My Dying Bride: The Manuscript

Sehr gut, um die Wartezeit bis zum nächsten Bräute-Album zu überbrücken
Wertung: 8.5/10
Genre: Doom Metal
Spielzeit: 27:22
Release: 17.05.2013
Label: Peaceville

Im Interview letztes Jahr verriet uns My Dying Bride-Bassistin Lena Abé, dass die Band dem starken Album „A Map Of All Our Failures“ noch eine Vier-Track-EP folgen lassen will – et voilà: Nicht mehr ganz im März, wie von Lena angedeutet, aber immerhin seit Mitte Mai ist die Kurzrille „The Manuscript“ erhältlich. Was Veröffentlichungen anging, konnte man den Engländern noch nie Faulheit vorwerfen (ganz im Gegensatz zu ihrer Nichtaktivität an der Livefront), allerdings handelt es sich hier nicht direkt um neuen Stoff, sondern Überbleibsel der Aufnahmen zum letzten Album.

Outtakes heißen nicht umsonst so, denn meistens ist das entsprechende Material nicht so gut wie der reguläre Part, weswegen jene Songs eben auch aussortiert werden. Bei den Bräuten ist das nicht der Fall, aber man konnte sich bei dieser Kapelle ja eigentlich stets auf Qualität verlassen. Auch an den Stücken auf „The Manuscript“ gibt es nichts auszusetzen: sound- und arrangementtechnisch gesehen schlägt das Ganze logischerweise in dieselbe Kerbe wie die letzte Platte. Der Opener und Titeltrack hätte problemlos auf „A Map…“ stehen können, sowohl qualitativ als auch stilistisch betrachtet, und die Violine sowie die wunderbar schwelgerischen, schnörkeligen Gitarrenmelodien, die das Lied ohne Umschweife einleiten, geleiten einen sofort ins My-Dying-Bride-Universum, einer Welt voller Poesie, Trauer, Melancholie und Depression – die schönste Depression, die man sich vorstellen kann. Den Part mit den Akustikgitarren, der einen ordentlichen Opeth- oder auch Storm Corrosion-Einschlag besitzt, ans Ende anzuhängen, ist im Übrigen eine hervorragende Idee gewesen, die dem Song noch mehr Tiefgang verleiht.

Bei der zweiten und mit fast neun Minuten längsten Nummer „Var Gud Over Er“ geht es ein bisschen heftiger zur Sache, da Fronter Aaron Stainthorpe die Growls auspackt. Allerdings befindet sich das Stück trotzdem auf einem moderaten Level, denn man bleibt in mittleren bis unteren Temporegionen und die melodischen Twin-Gitarren sind allgegenwärtig. Dennoch auf jeden Fall eine zähere Angelegenheit als der vorige Track, aber, wie bei My Dying Bride typisch, natürlich gerade deswegen sehr reizvoll.

„A Pale Shroud Of Longing“ stellt anschließend den wohl besten Song der Scheibe dar. Herrlich, wie die Geige in atmosphärischen Momenten schluchzt und wie Aaron in seiner unnachahmlichen Art dazu wispert; eingängig, das wuchtige Riffing, das jenen Sequenzen gegenüber steht; cool, wie das Tempo zum Schluss hin angezogen wird.   

Mit dem doch etwas kitschig betitelten „Only Tears To Replace Her With“ findet „The Manuscript“ einen passenden Abschluss: An „Sear Me III“ oder auch „For My Fallen Angel“ erinnernd, spricht Aaron mehr als dass er singt, weswegen das Stück gut als letzte Nummer funktioniert – ein ruhiges, nachdenkliches Finale, nach welchem es völlig unangebracht wäre, eine weitere, gar härtere Komposition folgen zu lassen.

Es führt kein Weg dran vorbei: jeder, der sich Fan der Sterbenden Bräute nennt, muss auch dieses Kleinod haben. Von Füllmaterial, Ausschussware oder wie immer man das nennen will, verbietet es sich zu reden, dazu sind diese Überbleibsel qualitativ viel zu hochwertig. Noch dazu sind die vier Songs allesamt relativ unterschiedlich, was die ganze Sache zusätzlich spannender macht. Sehr gut, um die Wartezeit bis zum nächsten Bräute-Album zu überbrücken!

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