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My Dying Bride: An Ode to Woe

Einmal mehr My Dying Bride live
Wertung: 99/10
Genre: Doom Metal
Spielzeit: 82:0
Release: 02.05.2008
Label: Peaceville

Laut eigenen Angaben hasst Aaron Stainthorpe, Sänger von My Dying Bride, es mehr als alles andere, auf der Bühne zu stehen. Vielleicht sind die Gründe für die recht zurückhaltenden Live-Aktivitäten der führenden Doom Metal-Band in solchen Statements zu suchen. Da erscheint es schon fast logisch, dass dem Fan in Form von Konzertmitschnitten visuell dafür umso mehr geboten wird.

Mit „An Ode To Woe“ veröffentlichen My Dying Bride einmal mehr Bildmaterial von ihrem Schaffen auf der Bühne. Das sehr edle Digipack enthält neben der Live-DVD und einem mit allen Songtexten versehenden Booklet auch eine CD, um das Konzert auch ohne DVD-Player auf sich wirken lassen zu können. Mitgeschnitten wurde der Auftritt im Paradiso-Club in Amsterdam am 20. April 2007, der eine sehr passende Atmosphäre schafft. Der komplette Gig kann bereits seit über einem Jahr auch kostenlos und legal bei FabChannel.com angeschaut werden, da eine DVD-Veröffentlichung zuerst nicht geplant war. Überrascht von der guten Qualität des Live-Streams entschied man sich erst später, das Ereignis auch auf DVD zu pressen.

Das erklärt die Tatsache, dass sich fünf der zwölf Tracks auch auf der letzten Live-DVD „Sinamorata“ befinden. Einerseits offenbart „An Ode To Woe“ demnach nicht allzu viel Neues, andererseits sind „The Dreadful Hours“ (klasse Live-Umsetzung!), „The Cry Of Mankind“ oder „She Is The Dark“ Songs, die man als Fan der Formation eigentlich nicht oft genug hören kann. Geniale Titel wie „For You“ oder auch „The Whore, The Cook & The Mother” (natürlich gekürzt) machen die in Amsterdam gespielte Setlist zu einem mehr als gelungenen Best Of-Programm. Dieses wird sogar durch zwei Songs des neuesten Albums „A Line Of Deathless Kings“, nämlich „Thy Raven Wings“ und „To Remain Tombless“, ergänzt. Letzterer Track verliert allerdings durch die störenden Halleffekte viel zu viel von seiner eigentlichen Atmosphäre. „Like Gods Of The Sun“ und „The Snow In My Hand“ sind zweit weitere Highlights des CD-/DVD-Packets, bevor die Band am Schluss mit „The Forever People“ noch einmal richtig aufdreht. Leider findet dieser Song auf der CD-Version des Konzerts keine Beachtung.

Sänger Aaron Stainthorpe leidet das komplette Konzert über vor sich hin. Er ist einer der Menschen, dem man einfach nicht abnehmen kann, dass er laut eigener Angaben eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch sei. Gerade bei den Growls macht er eine wirklich gute Figur und schreit (z.B. bei „The Dreadful Hours“) auch mal die ein oder andere Textzeile komplett durch, anstatt Wörter zu bilden. Bis auf die Vorstellung des neuen Drummers und der neuen Bassistin (die ergänzt von Keyboarderin Sarah Stanton eher wie Statisten wirken), gibt es außerhalb der Songs nicht viel zu hören. Während der Rest der Band bewegungstechnisch das Beste aus der Musik macht (Doom Metal ist bekanntlich nicht die Art der Musik, die zu Ausrastern und Pogo-Attacken führt), scheint das niederländische Publikum eher von der ruhigen Sorte zu sein.

Für Internet-Verhältnisse ist die Qualität tatsächlich mehr als gut, die Messlatte für DVDs liegt aber natürlich etwas höher. So sind gerade beim Bild einige Makel zu erkennen und auch der (leider nur Stereo-)Ton klingt nicht immer optimal. Die oft viel zu hellen Bilder mögen ein Stilmittel sein, stören allerdings nach einer Weile dann doch.

Für hartgesottene My Dying Bride-Fans wird sich die Anschaffung des CD/DVD-Packs sicherlich lohnen. Wer noch keine DVD der Band im Regal stehen hat, sollte vor dem Kauf die Setlist mit den vorherigen Veröffentlichungen vergleichen und evtl. zu Gunsten etwas besserer Qualität zu „Sinamorata“ greifen. Alle anderen können sich das Konzert unter FabChannel.com vorab probeanschauen.

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