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Mundtot: Schatten

Solide Mischung aus Dark Rock und Alternative
Wertung: 7,5/10
Genre: Dark-Rock, Alternative
Spielzeit: 42:14
Release: 18.04.2014
Label: Echozone

Zwei Jahre haben sich die Musiker von Mundtot Zeit genommen, um an ihrem neuen Album herumzuschrauben. Nachdem ihr Debüt „Spätsommer“ durchaus schon für das erste Aufhorchen sorgte, darf man gespannt sein, was die zweite Scheibe „Schatten“ zu bieten hat.

Und die ersten Sekunden könnten nicht besser beginnen. Man möchte förmlich aufschreien, so zwingend bohren sich die Töne in die Ohren. Mit „Einsamkeit und Zweifel“ entspinnt sich ein Titel, der die treibende Kraft von Gitarren und melancholischen Gedanken vereint. Die Bayern schaffen einen Kokon aus Dark Rock, der alternative Musik in sich trägt und damit eine abwechslungsreiche Mischung verspricht.

„Schönster Traum“ schließt sich seinem Vorgänger an: Energiegeladen und mit brachialen Riffs bestückt, dürfte er auch bei Fans der Neuen Deutschen Härte für Anklang sorgen, auch wenn sich der schönste Traum inhaltlich eher zum Albtraum mausert. Ruhiger geht man hingegen „Schwarz/Weiß“ an. Das schwarz-romantische Stück lebt von den starken Synthie-Akzenten, die bestens mit der stimmlichen Leistung von Sänger Tino harmonieren.

Monoton und schleppend zieht sich das minimalistische „Xenophobie“. Auch wenn man hier die Gleichförmigkeit musikalisch durchaus unterstreicht, fehlt es dem gut gemeinten Song doch etwas an Biss. Dies setzt sich ebenfalls bei „Wir laufen“ fort. Eigentlich ein recht angenehmer, sphärischer Titel, dem es aber durchaus am letzten Drive fehlt. Schlimmer als dieser Punkt ist allerdings die Frage, warum eigentlich gelaufen wird. So fühlt man sich etwas an Forrest Gump erinnert, der einfach nur lief und lief und lief. Ein  Jeder kann auch hier seine eigene Interpretation einbringen, warum denn eigentlich so lange gelaufen wird, bis das der Letzte sich erhebt. Schade, dass hier die Gedanken so ins Leere gehen.

Mit „Abendlicht“ hat es auch ein Instrumentalstück auf das Album geschafft, welches sehr anrührend klingt. Aber anhand der Komposition dürften wohl die wenigsten das eigentliche Thema erkennen. Und genau in diesem kompositorischen Bereich gibt es für Mundtot noch etwas Arbeit.

Nach all den ruhigen Tracks schreitet „Nacht“ wieder etwas mehr voran, um vom titelgebenden Song „Schatten“ abgelöst zu werden. Da sich das Album insgesamt bisher recht gut anhört, wartet man hier auf den absoluten Überflieger, leider bleibt es aber eher bei einer durchschnittlichen Rocknummer und der Überflieger wird auf „Regen“ vertagt. Vielleicht etwas hochgestapelt, aber „Regen“ kann sich durchaus von den restlichen Titeln absetzen. Rockige Nummer, die zusätzlich mit den eingebauten Shouts für Abwechslung sorgt.

Mit „Nicht so einfach“ ist es tatsächlich nicht einfach. Man erfreut sich in diesem Moment an der Tatsache, dass das Album im Frühjahr und nicht an einem trüben, regnerischen Herbsttag erschienen ist. Aber auch ohne diese äußerlichen Umstände zieht der Song tief an den Boden und überlässt den Hörer in einer gigantischen Depression. Glücklicherweise enthält die CD auch noch zwei Bonustracks. Zwar haftet „Haltet die Welt an“ ebenfalls eine gewisse „No Future“-Stimmung an, aber man fühlt sich doch etwas aus diesem tiefen schwarzen Endzeittal geholt, welches soeben verursacht wurde.

Während sich Mundtot noch durch den „Wintersturm“ kämpfen, kann man schon getrost an ein Fazit denken. Die Bayern legen mit „Schatten“ ein rundes und solides Album vor, was ohne Komplettausfälle auskommt und bei dem sich auch ein erneuter Durchlauf lohnt. Auch wenn sich ein Großteil der Platte gut darstellt, möchte man doch hoffen, dass in Zukunft am Songwriting noch etwas gefeilt wird.

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