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Mudstone: Scars

Kein Durchhaltevermögen
Wertung: 6/10
Genre: Alternative Metal
Spielzeit: 33:56
Release:
Label: Eigenproduktion

Mudstone aus Italien haben sich dem Alternative Metal verschrieben und bringen mit “Scars” ihr mittlerweile zweites Album heraus. Dass man bisher noch wenig bis gar nichts von der Band gehört hat, mag zum einen daran liegen, dass der Fünfer bislang kein Label gefunden hat, zum anderen daran, dass die Herren einen etwas schwer verdaulichen Sound fabrizieren.

An sich bieten die acht Songs auf „Scars“ einiges an Potenzial und auch technische Fähigkeiten kann man dem Quintett nicht absprechen; da die Band aber bereits seit 2008 gemeinsam musiziert, hätte man zumindest ein etwas besser produziertes Album erwarten können. Der Sound ist zwar größtenteils auszuhalten, gerade bei aggressiverem Gesang rauscht es aber schon mal bedenklich (und nein, das liegt nicht an meinem Soundsystem), generell geht der Gesang von Andrea Strati zum Teil ein wenig unglücklich unter, vor allem wenn das Schlagzeug mit ins Spiel kommt.

Allerdings gibt es natürlich auch einiges an positiven Aspekten zu vermelden. Wenden wir uns zuerst mal den Einflüssen zu, die die Italiener für sich beanspruchen – da werden so illustre Kapellen wie Killswitch Engage genannt, was man aber wirklich vom ersten Moment an heraushört (sei es stimmlich wie auch instrumental), ist die Affinität zu den amerikanischen Kollegen von Godsmack. Gerade beim Klargesang klingt Strati auffällig wie Sully Erna, auch die Gitarren sind teilweise an die ungleich bekanntere Band angelehnt, allerdings hat man hier nicht das Gefühl, dass die Italiener klauen würden. Durch Einsatz von aggressivem Gesang und raschen Tempowechseln wird hier ein ganz eigener Sound produziert, der durchaus Wiedererkennungswert besitzt und auch mal in die Stoner-Ecke abdriften kann, wenn man sich zum Beispiel die Gitarren bei „Wasted Beauty“ mal etwas genauer anhört.

Schon im Opener „Bleed“ kommen sowohl die Parallelen zu Godsmack als auch die Schwächen in der Produktion direkt an die Oberfläche. Man weiß gleich von Anfang an, woran man ist und kann sich nach Belieben entscheiden, ob man den Jungs eine Chance gibt oder die CD gleich im Regal verschwindet. Ähnlich aufgebaut ist dann auch das bereits als Video verewigte „Crawling Feelings“, nur dass hier auch der gemeine Metalfan mit einem eingefädelten Gitarrensolo auf seine Kosten kommt.

Zwischendurch ziehen Mudstone das Tempo ein bisschen an, Songs wie „Chosen“ zeigen aber auf, dass den Italienern auch dieser Stil ziemlich gut steht – und komischerweise ist der Sound hier auch nicht so räudig, wie wenn Strati zwischendurch kurz aggressiver singt. Mit ordentlicher Wucht wird hier nach vorne gespielt, insgesamt können die Italiener den Drive aber nicht auf voller Länge halten.

Das ist auch das generelle Problem der Platte: Zwar stechen einzelne Songs durchaus positiv heraus, auch wenn man sich teils tierisch über den Sound (vor allem bei den Vocals) aufregen kann. Allerdings halten Mudstone den Druck nicht über die vollen 34 Minuten aufrecht, was schade ist, da hier wirklich ein paar gute Ansätze verbraten werden. So reicht es vorerst nur für’s Mittelfeld.

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