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Mourning Rise: 5 Ways To Illuminate

Verschiedenste Stilrichtungen gekonnt verbunden
Wertung: 7/10
Genre: Experimental Metal
Spielzeit: 24:0
Release: 08.08.2008
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Mourning Rise, eine 2006 gegründete deutsche Metalband, veröffentlicht nun ihr Debütalbum “5 Ways To Illuminate Silence”. Der Stil der Band ist eine Mischung aus den verschiedensten Musikrichtungen. Die Musik ist weder einfach zu beschreiben noch beim ersten Mal hören leicht zu verstehen.

Der Opener „Dead Leaves“ fängt schon ungewöhnlich an mit den Klängen einer Kinderspieluhr und wechselt zur melodieführenden Akustikgitarre nebst leisem Piano. Dann gibt der Song Gas, der Gesang ist nicht mehr harmonisch, sondern geht in Richtung Hardcore, bald darauf schraubt der Track erneut zurück, um sich nach einiger Zeit musikalisch wieder zu wenden.

„Leaves“ zeichnet sich durch melancholische, fast epische Anleihen und World Music Elemente aus. Die Vocals am Anfang sind gebetsähnlich gesprochen, fließen über in Shouts und münden in normalen melodischen Gesang. Der Song liegt im rockigen Midtempobereich. Es wird auch Gebrauch von Backingvocals gemacht. Gegen Ende sticht das Piano hervor, die gesamte Klangfarbe wird deutlich heller und das Tempo ebenfalls flotter.

„Hieroglyphic Idiocy“ ist eine Mischung aus Jazz, Pop, Metal und folkloristischen sowie orientalischen Elementen. Mit diesem fernöstlichen Sound zu einem Percussion-Intro beginnt der Track. Dazu kommen dann Gitarre und heller, gedämpfter Gesang, welcher zeitweise als Shouts, aber auch aggressiv oder mit Hintergrundgesang angereichert aus den Boxen kommt. Das Ende ist dem Anfang sehr ähnlich und schließt so klanglich einen Kreis um den Titel.

„Katharsis“ ist ein Song, der stark in Richtung Ballade tendiert und ohne irgendwelche harte Parts auskommt. Es beginnt mit leiser Akustikgitarre, die sich langsam steigert. Der Gesang wird durch chorartige Backingvocals unterstrichen. Zum Schluss hin findet auch die E-Gitarre Einzug ins Geschehen. Im Gegensatz dazu steht „Scouting High Ways“. Der Track ist geprägt durch ein Wechselspiel von sehr melodischen Stellen und brachialen Death Metal-Einlagen.

Fazit: „Five Ways To Illuminate Silence“ ist nichts für Freunde von nur einer bestimmten musikalischen Schiene. Wer sich aber mal die Zeit nimmt und sich das Werk unkritisch anhört, wird nach einigen Durchläufen Gefallen daran finden. Zuerst erscheint es einfach nur sperrig und widersprüchlich, jedoch erkennt man bald, dass jeder Song einem bestimmten Muster folgt und es schafft, die verschiedensten Stilrichtungen gekonnt zu verbinden. An manchen Stellen wünscht man sich vielleicht soundtechnisch noch ein paar Verbesserungen, aber als Erstlingswerk ist die Scheibe gut gelungen.

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